Daimler entwickelt mit japanischem Partner Leichtbauteile

Daimler findet Kohlefaser-Partner

Foto: Hans-Dieter Seufert

Daimler will gemeinsam mit dem japanischen Chemieunternehmen Toray Industries künftig Leichtbauteile aus Karbonfasern für Autos entwickeln. Erste Teile könnten in drei Jahren in Serienfahrzeugen von Mercedes-Benz eingebaut werden, teilte der Autobauer am Mittwoch (28.4.) mit.

Eine Sprecherin sagte, der Baustoff werde voraussichtlich zunächst in den Oberklasse-Baureihen eingesetzt. Daimler und Toray schlossen zunächst eine Entwicklungsvereinbarung. Die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zu einem späteren Zeitpunkt sei nicht ausgeschlossen, sagte die Sprecherin.

"Wir arbeiten konsequent daran, unsere Fahrzeuge noch sauberer und sparsamer zu machen. Intelligenter Leichtbau ist dabei ein wichtiger Stellhebel", teilte Entwicklungsvorstand Thomas Weber mit.
 
Karbonfasern sind dünne Fasern aus Kohlenstoff. Die Bauteile wiegen Unternehmensangaben zufolge bei gleicher Festigkeit bis zu 50 Prozent weniger als Stahlteile und sind 30 Prozent leichter als Aluminiumkomponenten. So sollen das Gesamtgewicht der Autos reduziert und der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden.

BMW mit SGL als Leichtbaupartner

Wettbewerber BMW und der Wiesbadener Kohlefaserspezialist SGL sind da bereits einen Schritt weiter. Beide bauen in den USA eine gemeinsame Fabrik. Das neue Werk in Moses Lake im Bundesstaat Washington wird die Kohlefasern für die Kunststoffteile des neuen BMW Megacity Vehicle herstellen.

BMW und SGL investieren zusammen rund 100 Millionen Dollar in das Werk und wollen rund 80 Jobs schaffen. Die Kohlefasern werden im zweiten Gemeinschaftswerk in Wackersdorf zu Matten verwoben, die wiederum im BMW-Komponentenwerk Landshut in Form gebracht werden. Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatten BMW und SGL ihre Zusammenarbeit verkündet.

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