Wegen Aufwendungen für Diesel-Fahrzeuge

Daimler gibt Gewinnwarnung heraus

Mercedes A 45 AMG Foto: SB-Medien

Der Daimler-Konzern hat erneut seine Gewinnziele für 2018 nach unten korrigieren müssen. Vor allem „Aufwendungen für Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge“ schlagen aufs Ergebnis. Der Aktienkurs gab um gut 3 Prozent nach.

In einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, die Gewinnwarnung sei „auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen: Maßgeblich ist ein Anstieg der erwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen in verschiedenen Regionen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge“. Bereits im Juni musste Daimler seine Erwartungen für 2018 nach unten schrauben.

Vans machen Probleme, Busse schwächeln

Leuchtender Stern, Mercedes Umtauschprämie für alte Diesel Daimler zahlt bis zu 10.000 Euro

Weitere Probleme machen zudem geringere Absätze infolge von Auslieferungsverzögerungen bei Mercedes-Benz Vans – was einen Zusammenhang mit der Abgasproblematik nicht ausschließt. Außerdem habe Daimler wegen einer „aktuellen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs Risikovorsorge für eine möglicherweise erforderliche Umrüstung bestimmter Fahrzeuge getroffen, die noch mit dem früher verwendeten Kältemittel R134a ausgestattet sind“. Zu allem Überfluss ist die Nachfrage nach Bussen in einzelnen Märkten rückläufig.

Im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen ein Konzern-Ebit „deutlich unter Vorjahresniveau“. Der Autobauer teilte mit, dass die vorläufigen Ergebnisse für das 3. Quartal 2018 „nun auch deutlich unter den Markterwartungen“ liegen. Der Konzerngewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte auf 2,49 Milliarden Euro. Der Vorjahreswert lag noch bei 3,41 Milliarden.

Eingeschlossen in die Aufwendungen für die Dieselkrise dürfte beispielsweise der Rückruf von 690.000 Selbstzündern in ganz Europa sein, in denen das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unzulässige Abschalteinrichtungen beanstandet hat. Ein weiterer Kostenfaktor sind die Dieselprämien, die Mercedes in Regionen Deutschlands gewährt, in denen die Schadstoffbelastung besonders hoch ist. Dort zahlt Mercedes bis zu 10.000 Euro, wenn Besitzer alter Diesel diese gegen neue, sauberere Modelle umtauschen.

Pkw-Geschäft macht die teuersten Probleme

Die EBIT-Werte der Geschäftsfelder im Vergleich gibt Mercedes (im Vergleich zum Vorjahr) wie folgt an:

Mercedes-Benz Cars: 1.372 (i. V. 2.105) Mio. EUR
Daimler Trucks: 850 (i. V. 614) Mio. EUR
Mercedes-Benz Vans: minus 93 (i. V. 214) Mio. EUR
Daimler Buses: 30 (i. V. 32) Mio. EUR
Daimler Financial Services: 392 (i. V. 508) Mio. EUR

Darum geht Daimler jetzt für das Geschäftsjahr 2018 von folgenden Erwartungen für das EBIT aus:

Mercedes-Benz Cars: deutlich unter Vorjahresniveau
Daimler Trucks: unverändert deutlich über Vorjahresniveau
Mercedes-Benz Vans: unverändert deutlich unter Vorjahresniveau
Daimler Buses: deutlich unter Vorjahresniveau
Daimler Financial Services: unverändert in der Größenordnung des Vorjahres.

Damit komme der Daimler Konzern insgesamt auf ein EBIT deutlich unter Vorjahresniveau.

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