Daimler

Kamaz-Engagement reduzieren

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Die weltweiten Turbulenzen auf den Automärkten zwingen Daimler angeblich dazu, die Pläne für sein Engagement beim russischen Lkw-Marktführer Kamaz zurückzufahren.

Die Stuttgarter verhandelten mit der russischen Investmentbank Troika Dialog nur noch über den Erwerb von zehn statt ursprünglich 42 Prozent, sagte ein Mitglied des Kamaz-Betriebsrates am Donnerstag (20.11.) Angaben der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Grund seien Einbußen von Daimler aufgrund der Weltfinanzkrise. Eine Daimler-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern. Bis spätestens Ende Dezember werde Daimler aber darüber entscheiden, ob sich das Unternehmen an Kamaz beteilige oder ein eigenes Werk in Russland baue.

Sollte der Autobauer tatsächlich nur zehn Prozent erwerben, sei aber ein späteres Aufstocken kein Problem, sagte das Betriebsratsmitglied. Bereits im September hatten Moskauer Medien berichtet, Daimler wolle den angeblich bereits vereinbarten Preis von zwei Milliarden Dollar (rund 1,6 Mrd Euro) für die 42 Prozent drücken. Die Gespräche über eine mögliche Beteiligung an Kamaz hatten im zweiten Quartal begonnen.

Daimler-Chef Dieter Zetsche beklagte am Donnerstag erneut die weltweit schwierige Lage im Nutzfahrzeuggeschäft. Bis Mitte des Jahres sei der Auftragseingang "sehr ordentlich gelaufen", sagte Zetsche in Nürtingen bei Stuttgart. "Dann ist das Geschäft von heute auf morgen abgerissen. Wir müssen uns auf einen kräftigen Wandel gefasst machen."

Kamaz sieht sich selbst als weltweite Nummer elf unter den Nutzfahrzeug-Herstellern. Der Konzern hat rund 59.000 Beschäftigte. Die Produktionskapazität wird mit 71.000 Lkw, 60.000 Motoren sowie 1.500 Bussen pro Jahr angegeben. Daimler verkaufte im vergangenen Jahr in Russland 1.300 Lkw. Trotz eines abgeschwächten Wachstums in Osteuropa gilt Russland weiter als ein Zukunftsmarkt für den weltgrößten Nutzfahrzeug-Hersteller.

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