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Daimler korrigiert Gewinnprognose 2018

China-Zölle, WLTP und Rückrufe belasten

Daimler Schriftzug Logo Foto: Daimler

Daimler hat am Mittwoch (20.6.2018) die Gewinnprognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Als Grund nannte der Autobauer unter anderem die steigenden Zölle in China für Autos aus den USA.

21.06.2018 Holger Wittich

Da Daimler in den USA Autos fertigt, die nach China exportiert werden, treffen den Autobauer die chinesischen Zölle. „Maßgeblich dafür ist, dass bei Mercedes-Benz Cars aus heutiger Sicht aufgrund der erhöhten Einfuhrtarife für US-Fahrzeuge in den chinesischen Markt von geringeren als bisher erwarteten SUV-Absätzen sowie höheren – nicht vollständig an die Kunden weiterzugebenden – Kosten auszugehen ist“, so Daimler. Aber auch die Neuzertifizierung nach WLTP sowie der Diesel-Rückruf und Absatzschwierigkeiten für Daimler-Busse in Lateinamerika belasten das Ergebnis zusätzlich.

Die neuen Erwartungen an das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Ertragssteuern) für das Geschäftsjahr 2018 gibt Daimler wie folgt an:

  • Mercedes-Benz Cars: leicht unter Vorjahresniveau,
  • Mercedes-Benz Vans: deutlich unter Vorjahresniveau,
  • Daimler Buses: in der Größenordnung des Vorjahres
  • Daimler Konzern: leicht unter Vorjahresniveau

Bisher hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche für das Geschäftsjahr 2018 einen EBIT von 14,7 Milliarden Euro angepeilt. Diese Progniose lag leicht über dem Vorjahresergebnis. Nun wird es geringfügig darunter liegen.

Hintergrund zum Handelsstreit: Die USA hat, um die heimische Wirtschaft zu stärken, Zölle auf chinesische Produkte verhängt. China konterte mit ebenfalls höheren Steuern auf US-Waren. Da die USA weiter an der Importzoll-Spirale drehen wollen, wird China mit 25 Prozent Zoll auf Autos aus den USA reagieren. Dies könnte auch Auswirkungen zum Beispiel auf BMW haben. Der Münchener Autokonzern fertigt ebenfalls in den USA. Insgesamt werden von deutschen Autobauern rund 270.000 Fahrzeuge aus den USA nach China geliefert.

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