Daimler

Ungarn-Werk besiegelt

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Vertreter der ungarischen Regierung und des Daimler-Konzerns haben am Montag (27.10.) in Budapest ein Abkommen unterzeichnet, demzufolge der deutsche Automobilhersteller in Kecskemet, 80 Kilometer südlich von Budapest, ein neues Pkw-Werk errichten wird.

Insgesamt wird Mercedes 800 Millionen Euro investieren und von 2012 an 2.500 Arbeitsplätze schaffen. Die Entscheidung des deutschen Unternehmens war bereits im Juni bekanntgegeben worden. In Kecskemet sollen nach Aufnahme der Fertigung über 100.000 Fahrzeuge der A- und B-Klasse sowie späterer Nachfolgemodelle der Kompaktklasse vom Band laufen.

Der Vertragsunterzeichnung am Montag wohnten der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany und der Mercedes-Produktionsvorstand Rainer Schmückle bei. "Ungarn hat die Mercedes-Investition wegen seiner Zuverlässigkeit erhalten", erklärte Gyurcsany. Baubeginn für das neue Werk ist laut Schmückle im kommenden Frühjahr. Für Ungarn handelt es sich um das größte einzelne ausländische Investitionsvorhaben seit der Wende vor 19 Jahren. Bereits im Juni hatte die Regierung angekündigt, es mit allen Mitteln zu unterstützen, die gemäß EU-Regeln zu Gebote stehen. Nach Ansicht von Experten könnten diese Subventionen bis zu 20 Prozent der Investitionssumme ausmachen.

Die A- und B-Klasse wird derzeit in Rastatt produziert. Eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl von rund 6.000 am dortigen Standort sei aber nicht geplant, hatte Mercedes im Juni betont.

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