Daimler

Evonik wird neuer Batteriepartner

Foto: Daimler

Der Stuttgarter Autobauer Daimler plant zusammen mit dem Essener Chemie- und Energiekonzern Evonik die Serienproduktion von Hochleistungsbatterien für Elektroautos.

Die Vorstandschefs der beiden Unternehmen, Dieter Zetsche und Werner Müller, wollen am Montag (15.12.) über das "langfristig angelegte Zukunftsprojekt" die Öffentlichkeit informieren.

Die Chemiesparte des Evonikkonzerns forscht seit Jahren mit hohen Investitionen an leistungsfähigen Batterien für den Einsatz in Autos und großen Haushaltsgeräten. Die neuen Hochleistungsbatterien könnten 2010 für den Antrieb von Autos bereit sein, hatte Evonik Ende vergangenen Jahres bei einer Präsentation bekanntgegeben.

Nach den Informationen will der Stuttgarter Autobauer die Technologie des Evonik-Ablegers Li-Tec Battery in Kamenz (Sachsen) nutzen. Das Unternehmen baut besonders leistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien nach einer mehrfach patentierten Technik.

Schon im Jahr 2012 sollten Elektro-Versionen des Smart und später auch von Mercedes-Fahrzeugen der A- und B-Klasse in großer Stückzahl vom Band laufen, heißt es in einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zum selben Thema.


Die Technologie von Kamenz gilt als führend bei Lithium-Ionen-Batterien. Sie verspricht besonders starke und zugleich betriebssichere Stromspeicher: Eine mit winzigen Keramik-Partikeln beschichtete Folie im Inneren der Zellen soll verhindern, dass die Batterien im Falle einer Überhitzung schlagartig Feuer fangen. Ende 2007 war ein Evonik-Team deswegen für den Deutschen Zukunftspreis nominiert worden.

Evonik verspricht sich von dem Geschäft mit Lithium-Ionen-Batterien nach früheren Pressemitteilungen ein Marktvolumen von über zehn Milliarden Euro. Der Essener Konzern hat bereits rund 80 Millionen Euro in die Technik investiert und hatte Mitte dieses Jahres seinen Anteil an Li-Tec Battery auf 40 Prozent aufgestockt. Nach einer Schätzung des Daimler-Entwicklungschefs Thomas Weber können Elektrofahrzeuge im Laufe des kommenden Jahrzehnts in Europa einen Marktanteil von zehn Prozent erreichen.

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