DC-Betriebsrat

Bereit für Zugeständnisse

Der Daimler-Chrysler-Betriebsrat ist offensichtlich zu Zugeständnissen bereit, um die Beschäftigung in den deutschen Werken zu sichern.

Der teilweise Verzicht auf vereinbarte Lohnzuwächse könnte zu jährlichen Kosteneinsparungen von 180 Millionen Euro führen, zitieren die "Stuttgarter Nachrichten" Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm auf einer Betriebsversammlung im Werk Sindelfingen. Der Daimler-Chrysler-Betriebsrat hatte Ende vergangener Woche erklärt, dass in der Autosparte Mercedes wegen der Sparpläne 10.000 Jobs auf dem Spiel stünden.

Konkret hätten die Arbeitnehmervertreter der Unternehmensleitung vorgeschlagen, auf eine Entgelterhöhung von 2,79 Prozent zu verzichten, die tariflich bis zum Jahr 2006 vereinbart wurde, heißt es in dem Blatt weiter. Dabei handele es sich um das Geld aus dem so genannten "ERA-Strukturtopf", der eigentlich für die Angleichung von Arbeiterlöhnen und Angestelltengehältern vorgesehen sei.

Offensichtlich geht der Betriebsrat davon aus, dass die im Entgeltrahmentarifvertrag vereinbarte Angleichung auch ohne das Geld aus dem Strukturtopf realisiert werden kann, wenn gleichzeitig sichergestellt wird, dass kein Arbeitnehmer Abstriche vom heutigen Entgelt hinnehmen muss, schreibt die Zeitung. Mit dem Vorschlag wolle der Betriebsrat neuen Schwung in die festgefahrenen Gespräche über Kosteneinsparungen im Werk Sindelfingen bringen.

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