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Fertigung in China perfekt - neue Asien-Strategie steht

Foto: Daimler-Chrysler

Daimler-Chrysler setzt auf China als neues Standbein seiner Asien-Strategie nach dem Rückzug bei Mitsubishi. Am Montag (3.5.) wurde der Weg für die Produktion von zunächst 25.000 Mercedes-Fahrzeugen der C- und E-Klasse pro Jahr in einem neuen Werk in Peking freigemacht.

Der Stuttgarter Autokonzern und der chinesische Partner BAIC wollen eine Milliarde Euro investieren. Unterdessen gehen die Gespräche mit dem koreanischen Partner Hyundai über die Zukunft der Daimler-Chrysler-Beteiligung von gut zehn Prozent weiter.

"Der Aufbau eines Produktionsstandorts für Mercedes-Benz-PKW in China ist ein entscheidender Faktor unserer Asien-Strategie und ergänzt unsere Aktivitäten auf dem chinesischen Markt", sagte Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp. Unmittelbar nach der Einstellung der finanziellen Unterstützung des angeschlagenen japanischen Partners Mitsubishi war Schrempp Ende April überraschend nach China geflogen, um noch letzte Details zu klären.

Auch Nutzfahrzeugfertigung geplant

Die Vereinbarung über die Mercedes-Produktion mit der Beijing Automotive Industry Holding Company (BAIC) wurde im Zuge des Deutschland-Besuchs des chinesischen Premierministers Wen Jiabao in Berlin unterzeichnet. Daimler-Chrysler baute bereits Jeeps in China. Ein Rahmenabkommen der Nutzfahrzeugsparte sieht die Produktion von schweren und mittelschweren Lkw, Motoren und Komponenten im Werk von des chinesischen Partners Beiqi Foton Motor in Peking vor.

Im vergangenen Jahr hatte die Nationale Entwicklungs- und Reform- Kommission Chinas die Produktion der Mercedes-Vans Sprinter und Vito/Viano in einem neuen Werk in der chinesischen Provinz Fujian genehmigt. In gemeinsamer Regie von Daimler-Chrysler, der Fujian Motor Industry und der China Motor Corporation (Taiwan) sollen von 2006 an 40.000 Transporter produziert werden. Insgesamt 200 Millionen Euro sollen investiert werden. "Daimler-Chrysler ist damit der einzige westliche Autokonzern, der sowohl Pkw als auch Nutzfahrzeuge lokal in China fertigen kann", sagte der Vorstand für Konzernentwicklung, Rüdiger Grube.

Hyundai und Daimler-Chrysler befänden sich in Gesprächen zur Umwandlung ihrer bislang breit aufgestellten Allianz in eine projektorientierte Zusammenarbeit, sagte ein Hyundai-Sprecher der koreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. Daimler-Chrysler hatte nach dem Mitsubishi-Rückzieher signalisiert, dass die Partnerschaft mit Hyundai nicht mehr den einstigen Stellenwert habe. Außerdem sollen die Koreaner Medienberichten zufolge verärgert über die China-Pläne von Mercedes gewesen sein, da sie die BAIC als eigenen exklusiven Partner betrachten. Daimler-Chrysler war im Juni 2001 mit 10,44 Prozent bei Hyundai eingestiegen.


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