DC-Prozess

Nochmal Schrempp

Foto: Daimler-Chrysler

Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp wird im US-Schadensersatzprozess gegen den Autokonzern am kommenden Montag (9.2.) erneut vor Gericht erscheinen.

Das teilte das Unternehmen am Montag in New York mit. Daimler-Chrysler hatte sich zuvor mit der Klägerseite, der Investmentfirma Tracinda, auf eine Fortsetzung des Prozesses in der kommenden Woche geeinigt. Daimler-Chrysler hatte zunächst vorgeschlagen, Schrempp per Life-Videoschaltung aussagen zu lassen. Dies wurde inzwischen verworfen. Der ehemalige Chrysler-Präsident Thomas Stallkamp werde ebenfalls am Montag erneut aussagen, teilte Daimler-Chrysler mit.

Der Prozess in Wilmington (Bundesstaat Delaware) war im Dezember unterbrochen worden, nachdem Daimler-Chrysler der Gegenseite erst kurz vor dem geplanten Ende der Anhörung Prozess relevante Unterlagen überreichte. Ein Sonderrichter stellte fest, dass es sich um ein Versehen handelte. Tracinda will Schrempp, der bereits im Dezember drei Tage aussagte, erneut zu den Unterlagen befragen. Es handelt sich um Aufzeichnungen des damaligen Chrysler-Finanzchefs Gary Valade über die Fusionsverhandlungen mit Daimler-Benz. "Was die Unterlagen angeht, wollen wir demonstrieren, dass sie unsere Sichtweise voll unterstützen", teilte Daimler-Chrysler mit.

Tracinda, die Gesellschaft des Milliardärs Kirk Kerkorian, fühlt sich betrogen. Die Fusion zwischen Daimler-Benz und Chrysler 1998 sei von deutscher Seite von Anfang an als Übernahme geplant gewesen, sagen die Tracinda-Anwälte. Deshalb hätte Kerkorian, damals größter Anteilseigner an Chrysler, eine höhere Prämie beim Aktienumtausch zugestanden. Daimler-Chrysler weist diesen Vorwurf zurück. Niemand sei über die Details der Fusion getäuscht worden.

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