DC und GM

Hybrid-Kooperation

Die beiden Autokonzerne Daimler-Chrysler (DC) und General Motors (GM) wollen bei der Entwicklung umweltfreundlicher Hybridantriebe kooperieren. Damit sichere man sich eine Spitzenstellung bei dieser Technologie, teilten die Autokonzerne aus Detroit und Stuttgart am Montag (13.12.) mit.

Auch andere Autohersteller könnten sich an dem Projekt beteiligen. Branchenbeobachter werten die Kooperation als eine Kampfansage an die Japaner. Vor allem Toyota gilt als führend in der Technologie, bei der ein herkömmlicher Motor mit einem Elektroantrieb kombiniert wird. Der hybrid-angetriebene Personenwagen Toyota Prius ist in den USA ein großer Erfolg. Die hohen Treibstoffpreise und die Umweltgesetzgebung in den USA zwingen die Autobauer zu neuen Motorkonzepten, wobei der Diesel in Nordamerika im Gegensatz zu Europa bislang kaum eine Rolle spielt.

Unverbindliche Absichtserklärung - Vertrag folgt

Daimler-Chrysler und General Motors wollen den Hybrid-Antrieb technologisch weiterentwickeln. Das so genannte "Two-Mode-System", bei dem GM führend ist, bringe im Vergleich zu Toyota eine Verdoppelung der elektrischen Kraft bei wesentlich kleineren Elektromotoren, hieß es in Stuttgart. Beide Autobauer wollen im Jahr 2007 in GM- und Chrysler-Geländewagen in den USA den neuen Antrieb einsetzen. Dabei seien Treibstoffeinsparungen von mindestens 25 Prozent möglich. Geplant ist mit der "Two-Mode-"Technologie eine Kombination von Benzin- und Dieselmotoren mit Elektromotoren für Fahrzeugtypen wie Personenwagen, Geländewagen und leichte Nutzfahrzeuge. Neben Chrysler sollen auch Autos der Mercedes Car Group von der Zusammenarbeit profitieren.

Der noch unverbindlichen Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) soll Anfang 2005 der endgültige Vertrag folgen, teilten Daimler-Chrysler und GM mit. Zunächst sei an eine Zusammenarbeit für die Produktionsdauer eines Automodells, also üblicherweise sechs bis sieben Jahre gedacht. Die Höhe der Investitionen wurde nicht genannt, doch könne insgesamt mit einem hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag gerechnet werden, war zu erfahren. Die Entwicklung - mit Mitarbeitern aus aller Welt - werde im US-Bundesstaat Michigan angesiedelt. In Michigans größter Stadt, dem Auto-Mekka Detroit, sind GM, Ford und Chrysler angesiedelt.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Kommentar schreiben
Neues Heft
Top Aktuell Porsche Cayenne Diesel Porsche-Chef Blume "Von Porsche wird es künftig keine Diesel mehr geben“
Beliebte Artikel Mercedes Kein Hybrid-Antrieb für die S-Klasse Connaught Type-D Hybridsportler aus England
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen Aston Martin Project 003 Aston Martin Project 003 Mittelmotor-Supersportler für 2021 Porsche 911 RSR (2019) - Prototyp - Le Mans - WEC - Sportwagen-WM Porsche 911 RSR mit Turbo? Renner mit geheimnisvollem Auspuff
Allrad Kia Niro EV Elektro-SUV Kia e-Niro (2019) Elektro-SUV mit 485 km Reichweite Seat Tarraco, SUV, Offroad, Allrad, 7-sitzer Seat Tarraco (2019) Lesen Sie hier alles zum neuen Seat-SUV
Oldtimer & Youngtimer VW Käfer 1302 LS Cabriolet, Frontansicht Top 10 Ranking H-Kennzeichen Die Oldtimer-Charts 2018 Volkswagen Käfer 1200 Cabriolet (1961) VW Käfer Auktion Schwedens größtes Käfer-Museum macht zu