Delphi

8.500 müssen gehen

Der weltgrößte Autozulieferer Delphi Corp. will im kommenden Jahr weltweit weitere 8.500 Stellen streichen. Davon sind in den USA 3.000 Beschäftigte betroffen. Zudem sollen 5.500 Stellen im Ausland wegfallen.

Delphi machte am Freitag (10.12.) in seiner Ankündigung keine Angaben darüber, wo genau die Entlassungen im In- und Ausland erfolgen sollen. Das Unternehmen hatte bereits im Oktober bei Vorlage des Geschäftsberichts für das dritte Quartal 2004 angekündigt, dass in den USA bis Ende 2004 mehr als 6.000 Stellen gestrichen werden.

Die Gesellschaft kündigte Verluste für das vierte Quartal 2004 und das Gesamtjahr 2005 an. Delphi will mit aggressiven Kostensenkungen gegensteuern. Das Unternehmen ist die verselbstständigte ehemalige Autoteile-Sparte von General Motors. Delphi-Chef J.T. Battenberg III hofft, mit Hilfe der jetzigen Pläne die Probleme zum größten Teil überwinden zu können.

Miese Bilanzen

Das Unternehmen mit Sitz in Troy (US-Bundesstaat Michigan) geht für das Schlussquartal dieses Jahres von einem Verlust von 123 Millionen Dollar bis 143 Millionen Dollar aus (107 Mio Euro) aus und für das Gesamtjahr von roten Zahlen in Höhe von 57 Millionen Dollar bis 77 Millionen Dollar. Die Umsatzprognose für das vierte Quartal 2004 wurde um 200 Millionen Dollar auf 6,9 Milliarden Dollar bis sieben Milliarden Dollar reduziert. Delphi rechnet mit einem Jahresumsatz von 28,5 Milliarden Dollar bis 28,6 Milliarden Dollar.

Delphi erwartet 2005 einen Verlust von 350 Millionen Dollar und einen Umsatz von 28,5 Milliarden Dollar bis 29 Milliarden Dollar. Die Stellenstreichungen würden das Ergebnis mit 150 Millionen Dollar belasten. Ohne Berücksichtigung dieser Sonderbelastung rechnet Delphi mit einem Minus von 200 Millionen Dollar. Der Konzern will seinen nicht mit General Motors sondern mit anderen Unternehmen verbuchten Umsatz 2005 um elf Prozent steigern. Er soll dann 51 Prozent des Gesamtumsatzes der Gesellschaft erreichen.

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