Delphi will mehr

Wenige Wochen nach der Übernahme der Zündsystemsparte des Mischkonzerns mg technologies ist der Übernahmehunger des größten Autozulieferers der Welt Delphi noch nicht gestillt.

Das Unternehmen sei offen für weitere Akquisitionen und strategische Allianzen, wenn der Zulieferer damit Zugang zu neuen Schlüsseltechnologien erhalte, sagte Delphi-Europachef Volker Barth dem "Handelsblatt". Der US-Konzern sei deshalb mehr an Technikhäusern interessiert, weniger an großen Übernahmen.

Vor knapp einem Jahr hatte der US-Konzern, der im vergangenen Jahr rund 22,85 Milliarden Dollar Umsatz machte und etwa 186.000 Mitarbeiter beschäftigt, bereits die Grundig-Autoradiosparte gekauft. Die Integration der Grundig-Autoradiosparte ist nach den Worten von Barth abgeschlossen. Delphi Grundig bilde innerhalb des Konzerns nun das "europäische Infotainment Zentrum".

Mit dem jüngsten Zukauf will Delphi seinen Bereich Insassenschutz stärken. Die Komponenten der MG-Technologies-Tochter Dynamit Nobel AIS würden eine Schlüsselrolle in künftigen Airbag-Systemen und Gurtstraffern von Delphi spielen, sagte Barth. Mit dem neuen Zusatzgeschäft soll der Umsatz in Europa im laufenden Jahr auf rund 6,4 Milliarden Euro klettern, sagte Barth. 2003 war der Erlös von Delphi in Europa bereits um elf Prozent auf 5,96 Milliarden Euro gewachsen.

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