Design-Projekt

Auto für Bulgarien

Foto: ams 6 Bilder

Daimler-Chrysler, Brabus und einige lokale Firmen arbeiten zusammen mit Studenten der TU Sofia an einem Design-Projekt. Unter dem Titel "Car for Bulgaria" soll bis 2007 ein fahrfähiger Prototyp auf Basis des Smart Forfour entstehen.

Im Gegensatz zu anderen osteuropäischen Ländern wie Tschechien, Slowakei, Ungarn oder Rumänien, wo nach dem Fall des Eisernen Vorhangs von der internationalen Autoindustrie sehr viel Geld in neue Werke investiert wurde, ist der Boom am Balkanland Bulgarien bislang spurlos vorübergegangen. Seit das kommunistische Regime in den siebziger Jahren die Autoproduktion stoppte, ist die Branche dort nur noch mit der Produktion kleinerer Zulieferteile vertreten.

Um dem noch bitterarmen Acht-Millionen-Einwohner-Land, das 2007 in die EU strebt, eine Perspektive aufzuzeigen, engagieren sich Mercedes, Tuner Brabus und andere Förderer wie Intechna (Prototypenbau), Miraglio (Textilbranche), Balkan Star und Gotmar im Projekt "Auto für Bulgarien“. Die Arbeiten in Kooperation mit der Technischen Universität Sofia begannen 2005 mit einem Designwettbewerb.

Unter Betreuung von Daimler-Chrysler-Advanced-Designchef Harald Leschke entstanden drei Design-Modelle eines viertürigen Kompaktwagens mit Schrägheck-Karosserie. Die bulgarischen Studenten hatten bereits im Herbst 2004 auf sich aufmerksam gemacht, als sie einen Raddesign-Wettbewerb mit dem italienischen Design-Institut in Turin für sich entscheiden konnten.

Nun steht das Siegermodell "Car for Bulgaria“ fest. Entwurf Nummer drei konnte sich vor Nummer eins und Nummer zwei (siehe Foto-Show) behaupten. Ziel ist nun, ab Anfang März in der Stadt Sliven, wo die Zweigstelle der TU Sofia beheimatet ist und Ex-Fußball-Nationalspieler Yordan Letchkov als Bürgermeister fungiert, bis Anfang Juni aus der Sieger-Kreation ein Referenzmodell im Maßstab 1:1 zu erstellen. Fernziel zum Automobilsalon Sofia 2007: ein fahrfähiger Prototyp auf technischer Basis des Smart Forfour.

Auch wenn der Prototyp nur wenig Chancen auf eine Serienfertigung hat, soll das Projekt zumindest dazu dienen, die internationale Autoindustrie auf den Standort Bulgarien hinzuweisen und die Studenten der TU Sofia mit den Herausforderungen des modernen Automobilbaus vertraut zu machen. Dazu gehören unter anderem auch Praktika und Hospitanzen bei Daimler-Chrysler und Brabus.

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