Designer Wahl

Good Lack

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Sie haben Stil. Sie haben Geschmack. Und sie entwerfen unsere Autos. Doch irgendwann stehen selbst die Chefdesigner der Autofirmen vor der Frage: In welcher Farbe nehme ich mein neues Modell? Hier die Antworten.

Der Mann muss ziemlich impulsiv sein. Er liebt es sportlich und geht deshalb keinem Zweikampf aus dem Weg. Außerdem stört es ihn überhaupt nicht, wenn er auffällt. Das also ist Frank Stephenson. Jedenfalls dann, wenn die Farbpsychologen recht haben mit ihrem Urteil über die Fahrer von knallroten Autos. Für den 48-jährigen Stephenson, der als Designchef den neuen Fiat 500 entworfen hat, bevor er kürzlich zu Alfa Romeo wechselte, ist Rot die erste Wahl.

Designer setzen Trends

Wer von Mini-Designchef Gert Volker Hildebrand - auch ein Fan von Rot - wissen will, welche Farbtrends er erwartet, dem sagt er: "Als Designer erwarte ich keine Trends, sondern setze sie. Das haben wir mit der Außenfarbe Hot Chocolate für den Mini Clubman geschafft." Ein satter Braunton für alle, denen der Mini noch nicht süß genug war.

Als typische Formulierung unter Designern gilt derzeit: Wer weiß? Auf der IAA in Frankfurt standen 35 neue Modelle in weißer Lackierung. Auch wenn auf Deutschlands Straßen noch immer die meisten Autos silber oder schwarz sind: Weiß ist im Kommen, seit Apple mit seinen iPods und Computern diese Farbe schick und hip gemacht hat. Bis zum Herbst hatte VW schon 2.000 weiße Golf verkauft, 1.200 waren es im Jahr davor. Audi, BMW, aber auch Bentley - alle melden Zuwachsraten.

Trendfarbe mit Steigerungspotenzial

"Weiß ist meiner Meinung nach die Trendfarbe mit dem höchsten Steigerungspotenzial", gibt Mercedes-Designchef Peter Pfeiffer passend zu Protokoll. Und natürlich wählt er die neue C-Klasse in Calcitweiß. Ibisweiß ist der Wunsch-A4 seines Audi-Kollegen Stefan Sielaff. Und für Michael Mauer von Porsche ist Carraraweiß ohnehin ein Muss: "Schließlich gilt Weiß als typisch sportliche Farbe, und damit ist nicht nur Motorsport gemeint, sondern auch Tennis, Fechten, Ballett oder Segeln."

Aber keine Frage: "Schwarz und Silber werden die Favoriten bleiben", da ist sich Klaus Bischoff von VW sicher. Er glaubt, dass auch Brauntöne künftig gefragt sein werden. Martin Smith von Ford ist froh, dass in der Kleinwagenklasse immer mehr Kunden den Mut haben, besonders farbenfrohe Lacke zu ordern.

Die Form wird nicht gestört

Peter Pfeiffer setzt in Zukunft auf neuartige matte und hochglänzende Oberflächen. Und Luc Donckerwolke, der Designchef von Seat, ist sowieso ein Fan von matten Lacken. "Weil sich in matt nichts spiegelt. Die Form wird also nicht gestört. Aber gut muss sie sein."

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