Dethleffs e.home coco

Studie eines Wohnwagens mit Elektromotor

Dethleffs E-Coco (2019) Foto: Sophia Pfisterer 4 Bilder

Keine Messe mehr ohne die Präsentation von Elektroantrieben. Das gilt auch für den Caravan Salon in Düsseldorf. Dethleffs zeigt mit dem e.home coco einen Wohnwagen mit E-Motoren.

Wenn man sich auf den Campingplätzen im In- und Ausland umsieht, erkennt man sehr schnell das Einkaufsverhalten von Wohnwageneigentümern beim Zugfahrzeug. Schwere SUV, Kombis ab der Mittelklasse aufwärts und Großraumvans vom Schlage eines VW Multivan oder einer Mercedes V-Klasse parken neben den Wohnanhängern in den Parzellen.

Campingalternative für Fahrer von Elektroautos

Das hat natürlich Gründe. Noch immer sind große Dieselmotoren mit viel Drehmoment die erste Wahl für ein Auto, dass zumindest ab und zu einen schweren Anhänger auch über Bergstraßen oder lange Autobahnanstiege ziehen soll. Ganz vereinzelt sieht man auch Tesla Model X, serienmäßig mit einer Anhängerkupplung ausgestattet, mit Wohnwagen hintendran an einem Supercharger Strom ziehen.

Die Firma Dethleffs möchte auch Fahrern anderer Elektroautos eine Möglichkeit bieten, mit dem Wohnwagen zu verreisen, ohne dass die Batterie in Windeseile leer ist. Mit dem e.home coco stellt der Hersteller auf dem Caravan Salon Düsseldorf (24. August bis 2. September 2018) die Studie eines Wohnwagens mit eigenem Elektroantrieb vor. An beiden Rädern hängen Elektromotoren.

Der Wohnwagen unterstützt das Zugfahrzeug

Während der Fahrt treiben sie ein Zugentlastungsmodul an, dass, vereinfacht ausgedrückt, durch den elektrischen Anschub die Last des Anhängers am Auto verringert. Damit soll es auch möglich sein, mit kleineren und leichteren Autos schwere Anhänger an das Ziel zu bringen. Wenn das Zugfahrzeug ein Elektroauto ist, wird durch den geringeren Energieaufwand natürlich die Batteriekapazität geschont. Vor allem Bergpässe dürften sich so leichter bezwingen lassen. Geht es nach dem Gipfel wieder bergab, rekuperiert der Anhänger genauso wie das Elektroauto vor ihm.

Auf dem Campingplatz kann der Wohnwagen dank seines Antriebsstrangs selbsttätig per Fernbedienung in die Parzelle gelenkt und durch in Position gebracht werden. Der Kauf eines optionalen Fernbedienungssystems, das es aktuell schon für Anhänger zu kaufen gibt, entfällt also.

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Damit können die künftigen Kunden eines Wohnwagens mit Elektroantrieb also einen Teil der Anschaffungskosten wieder hereinholen. Auch in der Zeit, in der ein Wohnwagen ansonsten ungenutzt unter dem heimischen Carport steht, soll der e.home coco seine Eigentümer unterstützen. Zumindest, sofern der Haushalt eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach hat. Der hier gewonnene Strom muss nicht mehr, sofern er nicht in das öffentliche Netz eingespeist wird, in einen extra anzuschaffenden Stromspeicher gelenkt werden. Die Batterien des Wohnwagens können ihn aufnehmen und bidirektional auch wieder abgeben.

Auch auf dem Dach des e.home coco sind Solarzellen montiert. Damit sowie mit den Elektronen aus der Batterie, soll man im Urlaub länger autark unterwegs sein können, ist also nicht direkt am Ziel auf eine Campingplatzparzelle mit Stromanschluss angewiesen.

Im ersten Halbjahr 2019 will Dethleffs mit einer Demonstrationsfahrt zum Gardasee die Funktionsweise des e.home coco demonstrieren. Der Zeitrahmen für einen Serienstart und mögliche Preise werden aktuell noch nicht genannt.

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