Was fährt Ian Callum?

Die Autos des Jaguar-Designchefs

Ian Callum, Jaguar MK 2 Foto: Archiv 13 Bilder

Jaguars Chefdesigner über frühe fremde und spätere eigene Autos, schöne Probleme, seinen speziellen MK 2 und einen alten unerreichbaren Streckenrekord.

Wie fing das bei Ihnen an mit Autos?

Callum: Mein Vater war ein Rechtsanwalt, meine Mutter Bibliothekarin, beide interessierten sich gar nicht für Autos. Aber es muss passiert sein, als ich sehr jung war. Das Auto, das alles auslöste, war ein Porsche 356, der an unserem Haus vorbeifuhr. Auch heute noch liebe ich Porsche. Ich kenne Porsche-Designer Michael Mauer gut. Ich glaube, den 911 immer wieder aktuell sein zu lassen, ist ein sehr erstrebenswertes Problem.

Ihr erstes wirklich wichtiges Auto?

Callum: Der Vauxhall Victor 2300 meines Vaters, mit dem ich als Teenager viel gefahren bin. Mein erstes eigenes Auto kaufte ich von Peter Stevens, dem Designer des McLaren-F1: ein Volvo 445. Dann hatte ich einen Morris Minor, einen Vauxhall Chevette, über den ich ungern rede, ein paar Mini, drei Käfer und ein VW 1303 Cabrio. Das hätte ich behalten sollen.

Wie viele Autos haben Sie heute?

Callum: Sieben, fast acht. Den MK 2, einen echten Mini Cooper, einen 56er Chevrolet-Hot-Rod, einen 1932er Ford-B-Hot-Rod mit 450 PS, einen Triumph TR6, einen Jaguar XJ-C, ich habe einen Defender bestellt, und mein Dienstauto ist ein F-Type.

Was ist das Besondere Ihrer Autos?

Callum: Keines davon ist serienmäßig. Manche Leute mögen das nicht, wie bei meinem auf neue Technik umgerüsteten Jaguar MK 2. Aber wir haben 18 Monate daran gearbeitet, und ich wollte ihn genau so.

Wo fahren Sie am liebsten?

Callum: Daheim in Schottland. Alle fünf, sechs Wochen bin ich da oben, auf den alten Straßen, auf denen ich im Vauxhall Victor fahren lernte. Ich liebe diese Straße, vor allem die Strecke zwischen Dumfries und Edinburgh. Sie ist exakt 115 Kilometer lang. Meine Bestzeit lag im Vauxhall Victor früher bei 70 Minuten. Das schaffe ich heute im F-Type nicht mehr.

Trotz 550 PS nicht? Warum?

Callum: Sagen wir mal: Respekt. Und heute bremse ich vor Ortschaften.

Wenn Sie da den jungen Ian träfen ...

Callum: ... würde ich ihm sagen: Hey, geh mal vom Gas, du hast ein tolles Leben vor dir.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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