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Dieselskandal - Razzia bei Audi

Betrugssoftware soll aus Ingolstadt kommen

Die Staatsanwaltschaft in München hat am Mittwoch (15.3.2017) die Audi-Zentrale in Ingolstadt, die Konzern-Zentrale von VW in Wolfsburg sowie weitere Büroräume und Privatwohnungen in Neckarsulm durchsucht. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft bestehe der Verdacht, dass Software zur Dieselmanipulation von Audi selbstentwickelt wurde.

Man wolle anhand der gefundenen Unterlagen nachverfolgen, „ob die Entwicklung der Software zur Manipulation von Abgaswerten in Deutschland stattgefunden hat“ und möglicherweise „von der Audi AG gesteuert wurde“, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Grape gegenüber Focus Online.

Die Razzia mit rund 80 Beamten fand kurz vor der Jahrespresskonferenz von Audi statt. Audi-Boss Rupert Stadler, er wegen Enthüllungen eines Mitarbeiters in einem Gerichtprozess im Fokus steht, ging in seiner Rede nicht auf die Durchsuchungen ein.

Audi Q7 3.0 TDI, Motor

Im November 2015 hatte Audi den Einsatz der Schummelsoftware in großen Dieselmototren eingeräumt. In den USA wurden rund 80.000 Diesel-Modelle mit dem Dreiliter-V6 verkauft. Schon unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe in den USA hatte die bayerische Justiz eine Prüfverfahren gegen Audi eingeleitet.

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Die Staatsanwaltschaft München wirft Stadler unter anderem Betrug vor.

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