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DUH wirft BMW Manipulation vor

BMW dementiert Abschalteinrichtung

BMW 320d, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 48 Bilder

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bei vier von fünf gemessenen BMW 320d hohe NOx-Werte festgestellt und wirft dem Autohersteller vor, Abschalteinrichtungen zu verwenden. BMW dementiert Manipulationsvorwürfe, der TÜV Süd bestätigt die Aussage von BMW.

06.12.2017 Andreas Of 8 Kommentare

Die Messergebnisse der DUH lägen dem ZDF und dem Tagesspiegel vor. Dieser schreibt: „Die Analyse der Motorsoftware durch einen Fachbetrieb zeigte, dass die Abgasrückführung und -reinigung schon bei mäßiger Beschleunigung unter realen Bedingungen auf der Straße abschaltet.“

TÜV Süd: keine Auffälligkeiten

BMW dementiert und erklärte den DUH-Test für „nicht aussagekräftig.“ BMW-Chef Harald Krüger hatte während der IAA im September 2017 erklärt, BMW würde nicht manipulieren. Der TÜV Süd hat am Mittwoch, 6.11.2017, die Aussage von BMW gestützt und erklärte, bei Messungen von BMW 320d im Jahr 2015 keine Auffälligkeiten festgestellt zu haben: „Untersucht wurde das Verhalten der Fahrzeuge im für die Typprüfung zu Grunde liegenden Normzyklus NEFZ sowie in Zyklen, die außerhalb der Normtypprüfung lagen. Der Realbetrieb wurde ebenfalls überprüft. Die getesteten Fahrzeuge zeigten im Rahmen der festgeschriebenen Testzyklen bei den NOx-Emissionen keine Auffälligkeiten.“ Weder auf dem Prüfstand noch auf der Straße habe der Eindruck einer illegalen Abschalteinrichtung vorgelegen, so der TÜV Süd in einer Pressemitteilung.

DUH: NOx auffällig hoch

Die DUH habe einen BMW 320d Touring mehrfach gemessen und dabei festgestellt, dass die Emissionen von Stickoxiden (NOx) bei Messungen auf der Straße bis zu sieben Mal so hoch lagen wie im Labortest nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), so der Bericht des Tagesspiegels.

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Reduzierte Abgasrückführung ab 2.000/min

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Die DUH erklärt die Werte der gemieteten Testwagen damit, dass die Abgasrückführung ab 2.000/min reduziert und ab 3.500/min abgeschaltet werde. Den Test fuhr Axel Friedrich, Leiter des Emissionskontroll-Instituts der DUH, mit Mitarbeitern auf einer 31,5 Kilometer langen Strecke im Südwesten von Berlin. Dort sei der EU-Zyklus NEFZ nachgefahren worden, außerdem ein Zyklus mit um zehn Prozent erhöhter Geschwindigkeit. Der CO2-Ausstoß hätte dabei im Durchschnitt bei 212 Gramm gelegen, berichtet der Tagesspiegel. Der TÜV Nord habe die Messergebnisse der DUH bestätigt.

Mit Hilfe eines Tuners las die DUH die Motorsteuerung der Autos aus, dabei sei ein Programmteil aufgefallen, das die Abgasrückführung ab einer Drehzahl von 2.000/min reduziert und ab 3.500/min abschaltet.

DUH-Geschäftsführer Resch: klare Indizien

DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch sagte dem Tagesspiegel: „Die vorliegenden Messergebnisse sind sehr klare Indizien dafür, dass hier Abschalteinrichtungen in der Motorsteuersoftware vorhanden sind.“

BMW dementiert, Ministerium prüft

BMW hielt dem entgegen, dass „vergleichbare Fahrzeugtypen zahlreiche weltweit behördlich durchgeführte Nachprüfungen 2016 mit sehr guten Ergebnissen“ bestanden hätten. Der Straßentest der Umwelthilfe sei „nicht aussagekräftig“, erklärte BMW dazu. Unterdessen hat das Bundesverkehrsministerium bestätigt, dass man die Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe gegen BMW prüfen lässt. Das Kraftfahrt-Bundesamt sei „unmittelbar nach Bekanntgabe der Vorwürfe“ beauftragt worden, ihnen nachzugehen, teilte das Ministerium mit.

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Neuester Kommentar

Hallo,
ich finde dies ist eine perfide Kampagne gegen BMW. Wenn ich meine 320D xDrive Aut. Touring (neuestes Modell) im Normalbetrieb in der Stadt fahre, dann bewegt sich der Drehzahlbereich zwischen 1 und 2T Umdrehungen. Wenn der Wagen in dem genannte Drehzahlen Bereich 2000 - 3500upm bewegt werden soll, dann muss man schon recht sportlich unterwegs sein. Und in der Stadt ist das wegen der Verkehrsdichte schon gar nicht möglich. Selbst wenn man versucht im Sportmodus los zu galoppieren, dann kommt man vielleicht im 1ten oder 2ten Gang ganz Kurzzeitig auf diese Drehzahlen. Danach schaltet die Automatik die Gänge hoch.
Das Problem wird doch weitgehend im Kontext der Emission in Städten diskutiert. Also was soll die Diskussion. Einen BMW 320D Automatik mit 190PS nahezu im Grenzbereich in der Stadt bewegen zu wollen grenzt an grobe Fahrlässigkeit. Wer tut sowas? Und wenn man auf der Landstraße mit 110kmh unterwegs ist dann dreht der Motor weit unter 2000upm. Erst bei über 140kmh wird die 2000upm geknackt. Und wer fährt denn standardmäßig 140 wenn 100 erlaubt sind. Auf der Autobahn fährt man mit 3500upm jenseits der 200kmh Grenze. Das ist ja bei der aktuellen Verkehrsdicht fast unmöglich und nur zu Zeiten möglich, wenn kaum Verkehr ist. Also irgendwo mitten in der Nacht. Also für mich stellt sich der Test des DUH so dar, dass man mit Gewalt versucht BMW Fahrzeuge zu diffamieren, weil BMW bisher gut weggekommen ist. Soll denn die deutsche Autoindustrie mit Gewalt kaputt gemacht werden. Was haben wir davon?

klampe 8. Dezember 2017, 08:58 Uhr
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