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Effizienz

Wie effizient sind Elektromotoren?

Technik Elektroauto Foto: Beate Jeske/Hans-Dieter Seufert

Elektromotoren sind hocheffizient, sie laufen prinzipbedingt sehr reibungsarm und produzieren wenig Abwärme.

Alexander Bloch

Elektromotoren sind nur bedingt wirkungsgradstärker

Je nach Drehzahl und Lastzustand verwenden sie rund 80 bis 90 Prozent der in sie hineingesteckten Energie für den Vortrieb. Daraus wird vielfach abgeleitet, dass auch das gesamte Elektroauto erheblich wirkungsgradstärker sei als seine Verbrennungsmotor-Kollegen, die nur zwischen knapp 30 (Benzin) und 40 Prozent (Diesel) der Kraftstoff-Energie in eine Drehbewegung umwandeln.

Am Ende bleiben nur noch 30 Prozent Effizienz

Betrachtet man jedoch die gesamte Energiekette von durch Verbrennung (etwa durch Kohle oder Erdöl) erzeugtem Strom, so ist der Gesamtwirkungsgrad eines Elektroantriebs schlechter. Übliche Kohlekraftwerke arbeiten mit rund 35 Prozent Wirkungsgrad, auf dem Stromtransport entstehen Verluste, Lade und Entladevorgang kosten Energie, und die Leistungselektronik im Auto fordert ihren Obolus, so dass am Ende sogar deutlich weniger als 30 Prozent Effizienz stehen.

Wird der Strom freilich aus umweltfreundlicher Solar-, Wind- oder Wasserkraft gewonnen, wird dieser Wirkungsgrad-Nachteil völlig nebensächlich.

Neuester Kommentar

Moin!

Bisher hatte ich nur über die geringe Leistungsdichte von
Akkumulatoren in Kraftfahrzeugen nachgedacht, und bin
auch der Ansicht, dass es einfache Lösungen diesbezüglich
in absehbarer Zeit nicht geben wird.

Trotzdem bin ich ein Freund des E-Antriebs und man sieht,
bei leichten Fahrzeugen - wie Fahrrädern - ist es ein schöne
Sache. Obwohl die Kosten für einen neuen Stromspeicher bei
400 bis 500 Euro liegen sollen. Dafür gibt es schon ein
neues Rad.

Jetzt der angesprochene Kern: Stromerzeugung mittels
Kohle- und anderen Wärmekraftwerken. Dieser Aspekt
war wir noch nie bewusst und möchte mich für den
Hinweis bedanken.

Der Umstieg auf reinen E-Antrieb und Erzeugung des
Stroms durch Wind und Solar wird noch länger dauern.
Ich glaube nicht, dass die Bevölkerung eine weitere
,Verspargelung' um - grob geschätzt das Zehnfache - #
hinnehmen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Gerd Taddicken

Sonnabend, 28. Oktober 2017, gg. 21:55 h (TQJZc)

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Gerd Taddicken 28. Oktober 2017, 21:55 Uhr
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