Neben den CO2-Emissionen wurden in den vergangenen Jahren auch die klassischen Schadstoffemissionen reduziert.

CO2- und Verbrauchs-Angaben nach NEFZ ohne Tricks

VW-Kunden zahlen künftig mehr Kfz-Steuer

Die Beeinflussung gängiger Messverfahren hat bei VW nun ein Ende. Die vom Gesetzgeber erlaubten Tricks wollen die Wolfsburger nicht mehr länger anwenden. Für das Überschreiten der Limits hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hohe Strafen angekündigt.

Warmgefahrene Autos, verringerte Reifenprofil-Tiefe oder eine frischgeladene Batterie – es gibt viele Wege, um bei der Ermittlung von CO2-Ausstoß im NEFZ die Werte einer kosmetischen Behandlung zu unterziehen. Diese Kniffe sind durch den Gesetzgeber bislang nicht untersagt worden, doch Volkswagen will nicht länger zu dererlei Mitteln greifen, wie die Süddeutsche berichtet hatte. Die Ergebnisse der Tests und damit auch die Verbrauchsangeben nachNEFZ sollen nun realitätsnäher abgebildet werden.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hatte in einer Untersuchung herausgefunden, wie hoch der Kohlendioxid-Ausstoß bei 53 verschiedenen Fahrzeug-Typen tatsächlich ist. Die Ergebnisse sollen im Dezember vorgestellt werden. Weil künftig empfindliche Sanktionen beim Überschreiten von vorgegebenen Limits drohen, nutzen die meisten Hersteller alle Möglichkeiten, um Grenzwerte auf dem Papier nicht zu überschreiten.

Aus dem Vorstoß von Volkswagen ergeben sich zwei Probleme. Erstens wird es für die anderen Hersteller kritisch, weil künftige Mess-Verfahren auf bisher ermittelten Werten beruhen sollen, um industriefreundlich zu bleiben. Das könnte VW nun nach oben korrigieren.

Zweitens haben die Fahrer höhere Kfz-Steuern zu erwarten, wenn Hersteller höhere CO2-Werte angeben. Der CO2-Anteil der Kfz-Steuer liegt bei 2 Euro pro Gramm/km. Ob die anderen Auto-Bauer nun nachziehen, bleibt abzuwarten. Im Dezember will Dobrindt die Ergebnisse der KBA-Untersuchung vorlegen, und daraus könnte durchaus Zugzwang entstehen.

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