Rinspeed UC Sebastian Viehmann
Rinspeed UC, Genf2010
Rinspeed Fiat 500
61 Bilder

Rinspeed UC auf dem Genfer Autosalon 2010

Super-Mini mit Elektroantrieb

Der Schweizer Frank Rinderknecht überrascht jedes Jahr aufs Neue mit automobilen Kreationen der anderen Art. Für den Genfer Autosalon 2010 hat er mit seiner Innovationsschmiede Rinspeed einen knuffigen E-Flitzer für den Stadtverkehr entwickelt.

Rund um den Elektromini UC (steht für Urban Commuter und damit Pendlerfahrzeug), der auf dem Genfer Autosalon seine Weltpremiere erleben wird, hat Rinspeed auch gleich noch ein komplettes Mobilitätssystem erdacht. Dabei soll der Autozwerg lange Distanzen per Spezialwaggon auf der Bahn absolvieren, um im Vorort dann wieder als Stadtmobil dienen zu können. Gebucht wird die Zugfahrt direkt online aus dem Auto heraus. Ladestationen im Zug füllen während des Transfers die Akkus des UC.

Serienfertigung des Rinspeed UC möglich

Auf einer Länge von 2,59 Meter, einer Breite von 1,63 Meter und einer Hähe von 1,49 Meter soll der Rinspeed UC bei einem Radstand von 1,80 Meter Platz für zwei Passagiere bieten. Größeres Gepäck findet in einem maßgeschneiderten Dachkoffer Raum. Beim Design nimmt die 980 Kilogramm schwere Elektro-Knutschkugel Anleihen beim Fiat 500. Für Vortrieb sorgt ein 130 Nm und 30 kW starker E-Motor, der den Rinspeed UC bis zu 120 km/h schnell macht und bei Bedarf in 4,1 Sekunden von Null auf 50 km/h beschleunigt. Die Reichweite des vorderradgetriebenen Pendlerautos gibt Rinspeed mit 105 Kilometer an. Getankt wird die 12 kWh-Lithium-Ionen-Batterie von Li-Tec an entsprechenden Stromzapfsäulen, die nach der Rinspeed-Vision über das Internet ausfindig gemacht werden können.

Gesteuert wird per Joystick

Gesteuert wird er Rinspeed UC auschließlich per Joystick und By-Wire-Technik. Das klassische Lenkrad hat ausgedient. Mangels Verbrennungsmotor gibt es auch keine Abwärme, die für die Heizung genutzt werden könnte. Hier setzt der UC auf ein elektrisches Heizsystem von Eberspächer. Unter der Karosserie aus Kunststoff, die auf ein Stahl-Composite-Grundgerüst aufgezogen ist, halten ultraleichte 7x17 Zoll-Aluräder mit 195/45er Reifen den Fahrbahnkontakt. Leichten Feindkontakt soll ein Speziallack mit entsprechenden Reparaturklebebändern ausgleichen. Das Zentralinstrument im Cockpit fasst alle Bedien- und Kontrollelemente zusammen - unter anderem auch eine mechanische Uhr einer Edelmanufaktur. Edel auch der Tankdeckel im Swarovski-Look mit eingelaserter Glühwendel. Leuchtet dieser rot, so ist die Batterie leer, orange bedeutet halbvoll und erst grün signalisiert - volle Ladung.

Doch der UC soll keine Studie bleiben. Das Konzept sei so ausgelegt, dass Großserienhersteller es leicht adaptieren und produzieren könnten. Gespräche dazu würden bereits mit namhaften Interessenten geführt.

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