Siemens Elektromobilität Elektrische Viktoria Foto: Siemens
Siemens Elektromobilität Elektrische Viktoria
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Elektroauto von 1905

Elektro Viktoria mit 80 Kilometer Reichweite

Im Rahmen des von der Bundeskanzlerin einberufenen Elektroauto-Gipfels in Berlin zeigte Siemens auf dem Potsdamer Platz einen originalgetreuen Nachbau der Elektrischen Viktoria, eines E-Taxis, das bereits 1905 seine Runden durch Berlin drehte. Auch moderne E-Autos wie der eRuf standen für Probefahrten bereit.

Mitten in der Hauptstadt präsentierte Siemens im Rahmen des E-Auto Gipfels auf dem Potsdamer Platz die Ausstellung "105 Jahre Elektromobilität". Im Mittelpunkt stand der originalgetreue Nachbau des elektrisch betriebenen Hoteltaxis, das bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin nahezu lautlos Fahrgäste von A wie Akazienallee nach B wie Brandenburger Tor beförderte.

Elektrische Viktoria kostete damals bis zu 17.000 Mark

Einst existierten rund 50 Exemplare der Elektrischen Viktoria, die als Hoteltaxi und als Lieferwagen zum Einsatz kam und im damaligen Siemens Automobilwerk in Berlin gefertigt wurde. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h reichte eine Ladung der aus 44 Zellen zusammengesetzten Bleibatterie für eine Strecke von 80 Kilometern. Später verfügte das Modell sogar über Bremsenergierückgewinnung. Der Nachbau des Elektroautos bringt 1.530 Kilogramm auf die Waage. Allein 480 Kilogramm entfallen auf die Blei-Gel--Batterie. Der Elektromotor bringt es auf eine Leistung von 4,8 PS, ein Ladevorgang an einer 220 Volt-Steckdose dauert rund sechs Stunden. Die Räder der Elektrischen Viktoria bestehen aus Holz, sie wurden anno 1905 wahlweise mit Luft- oder Vollgummireifen bespannt. Der Preis für eines der ersten Elektroautos betrug zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen 11.000 und 17.500 Mark. Zum Vergleich: Ein Arbeiter hatte zur damaligen Zeit am Ende des Monats zwischen 60 und 120 Mark in seiner Lohntüte.

Siemens forscht an Schnelladetechnik mit 120 kW

Daneben präsentierte Siemens den Besuchern auch moderne Elektroautos wie eRuf Porsche 911 und eRuf Stormster, die beide aus der Kooperation mit Ruf entstammen. Derzeit arbeiten die Siemens-Ingenieure an einer Ladetechnik, die die Batterien moderner E-Autos mit 120 kW lädt, wodurch sich die Ladezeiten auf wenige Minuten reduzieren sollen. Die Ladekabel aktueller Elektroautos sind noch auf maximal 44 kW ausgelegt, was Ladezeiten von rund zwei Stunden zur Folge hat (bei einer 25 kWh-Batterie). Auch die Kommunikation zwischen Auto und Ladestation steht im Fokus des Forschungsinteresses. Im Rahmen des dänischen Kooperationsprojektes Edison forschen Siemens und weitere Kooperationspartner auf der Insel Bornholm an effizienten Schnelladetechniken für E-Autos. Darüber hinaus stellt Siemens auch die Technologie für die Ladestationen, die BMW im Rahmen des Modellversuchs mit dem E-Mini nutzt. In Berlin stellt Siemens die Ladeinfrastruktur für einen Feldversuch, in dessen Rahmen sechs Elektro-Smarts als Dienstfahrzeuge im Alltagsbetrieb erprobt werden.

E-Auto-Gipfel stellt die Weichen für Elektromobilität

Der von Bundeskanzlerin Angela Merkel einberufene E-Auto-Gipfel gilt in diesem Zusammenhang als ein wichtiger Schritt zur Weichenstellung in Sachen Elektromobilität. Siemens-Vorstandschef Peter Löscher zeigte sich optimistisch: "Wir haben heute eine weitere deutsche Leitindustrie des 21. Jahrhunderts in Bewegung gesetzt und die Kanzlerin hat sich an die Spitze der Bewegung gestellt. Elektrotechnik und Energie, Auto und Chemie - kein anderes Land kann mit seinen Industriechampions so schnell und eng vernetzt Elektromobilität Realität werden lassen. Und dazu muss Elektromobilität als System integriert betrachtet und entwickelt werden."

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