Elektroauto-Wettbewerb

Deutschland hinkt beim E-Auto hinterher

Steckdose, Stecker, Elektroauto Foto: dpa

Deutschland droht ohne Milliardeninvestitionen im globalen Wettbewerb um Elektroautos zurückzufallen. Länder wie China, Japan, Korea, die USA oder Frankreich hätten frühzeitig ambitionierte Programme gestartet, heißt es im ersten Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), der am Dienstag (30.11.) in Berlin vorgestellt wurde.

Deutschland müsse zum Erreichen des Ziels von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020 "schnell, geschlossen und zielgerichtet handeln". Die Vernetzung der Industrien, Wirtschaftszweige und Branchen müsse forciert werden.

Milliarden für Forschung und Entwicklung

Industrie und Wissenschaft schlagen für Forschung und Entwicklung ein Investitionsvolumen von vier Milliarden Euro bis 2013 vor. Welchen Anteil daran der Bund leisten soll, blieb offen. Dies wird derzeit durch die zuständigen Ressorts der Bundesregierung (Verkehr, Wirtschaft, Umwelt und Wissenschaft) geprüft. Um die E-Mobilität in Deutschland voranzubringen, hatte die Regierung am 3. Mai mit den beteiligten Industriebranchen sowie Vertretern aus Wissenschaft und Forschung die Nationale Plattform Elektromobilität etabliert.
 
Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) betonte, schon jetzt müsse über die E-Auto-Entwicklung hinaus an Konzepten gearbeitet werden. Sei es im Nahverkehr, bei Verleihsystemen oder dem Zusammenspiel Bahn und Pkw. "Es sind noch einige Kraftanstrengungen notwendig, bis die Elektromobilität auf Deutschlands Straßen angekommen ist." Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) betonte: "Mit der Elektromobilität entsteht eine neue Wertschöpfungskette, die weit über die klassische Automobilindustrie hinausgeht."

Keine Prämie für Elektroauto-Kauf

Einer Kaufprämie für Elektroautos wie in Frankreich wird in dem Bericht eine Absage erteilt: "Das Selbstverständnis ist, den Aufbau der Elektromobilität so weit wie möglich dem Markt zu über lassen und nur so weit wie nötig regulativ zu gestalten". Brüderle ist gegen Prämien. Das E-Auto müsse sich am Markt durchsetzen.
 
Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, betonte, die deutschen Hersteller und Zulieferer würden in den nächsten vier Jahren zehn bis zwölf Milliarden Euro in alternative Antriebe investieren. "Die Industrie geht also in enorme Vorleistung", so Wissmann. Nun sei auch die Politik gefordert.

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