Boring Company von Elon Musk

Anti-Stau-Tunnels für Elektroautos

Boring Company Tunnel Foto: Borging Company 13 Bilder

Elon Musk will Tunnels bohren, um dem Stau zu entkommen und hat dafür eine eigene Firma gegründet. Nun wird das Projekt Wirklichkeit: In Chicago soll der erste Tunnel entstehen.

Multimilliardär und Multiunternehmer Elon Musk (PayPal-Mitbegründer, Tesla, Space X) hatte vor mehr als einem Jahr, wie so oft über den Kurznachrichtendienst Twitter, angekündigt, dass er eine Tunnelbohrmaschine bauen und einfach losbohren werde.

Eine Milliarde Dollar für Tunnel in Chicago

Denn im unterirdischen Verkehr sieht er eine Lösung zur Stauvermeidung. Im Januar 2018 wollte man mit Bohrungen für eine Teststrecke im US-Bundesstaat Maryland beginnen. Der 20 Kilometer lange Tunnel soll unter der Route 295 verlaufen. Auch im Raum Los Angeles laufen erste Vorbereitungen für ein Tunnel – Elon Musk hatte hier vor allem Verbindungen zwischen dem internationalen Flughafen von Los Angeles mit Orten wie Santa Monica oder Westwood auf seinem Wunschzettel. Auch ein Tunnelsystem, das die Städte New York, Philadelphia, Baltimore und Washington DC verbindet, ist geplant. Die Fahrzeit zwischen New York und Washington DC würde dann bei 29 Minuten liegen – mit dem Auto bräuchte man überirdisch auf der teilweise mautpflichtigen Strecke dafür aktuell fast vier Stunden.

Jetzt scheint doch mehr Bewegung in die Tunnel-Pläne zu kommen: Der Bürgermeister von Chicago, Rahm Emanuel, hat angekündigt, dass ein Tunnelsystem zwischen dem Stadtzentrum und dem Flughafen O’Hare für rund eine Milliarde US-Dollar gebaut werden soll. In Elektroautos soll die Strecke in 12 statt in 40 Minuten absolviert werden. Alle 30 Sekunden werden 16 Passagiere inklusive Gepäck in E-Shuttels zwischen der Innenstadt und dem Flughafen transportiert. Die Tunnel-Verbindung soll billiger sein, als eine herkömmliche Taxifahrt auf dieser Strecke. Die Einnahmen gehen an Musks Boring Company, die zudem noch Gelder unter anderem durch Werbung erwirtschaften will. Der Stadrat von Chicago hat dem Projekt jedoch noch nicht zugestimmt.

Mit bis zu 200 km/h durch den Tunnel

Erste Animation des Tunnelsystems: Um dem Stau zu entkommen, soll ein Auto auf einem Schlitten parken, der wie ein Aufzug in eine unterirdische Röhre fährt. Die Passagiere bleiben im Auto sitzen, während der Schlitten mit bis zu 200 km/h durch die Röhre fährt. Im Video ist auch eine gläserne Kapsel zu sehen, mit der Passagiere transportiert werden. Angeblich hat die Boring Company, so der Name des Unternehmens, bereits einen Probetunnel gebohrt.

Neuester Kommentar

In der USA ist ein solches System sicherlich sehr sinnvoll, gerade an der Ost- und an der Westküste. Wenn dies dem Staat USA nicht in den Sinn kommt, dann müssen eben private Firmen her. Anstatt immer mehr Militärausgaben zu verabschieden, sollte die USA besser in den öffentlichen Verkehr investieren.
Dies käme allen zu Gute und kurbelt die Wirtschaft viel mehr an als jegliches militärisches Investment oder eben auch eine völlig unsinnige Mauer gegen Mexico.
Wer schon mal stundenlang im Stau gewesen ist (pro Tag mind. 2 Mal) rund um Los Angeles oder auch an der Ostküste, der kann eben auch die Ideen von Musk sehr gut nachvollziehen.
Nur schon mal von San Diego mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach dem Flughafen LAX in LA zu fahren ist ein sehr zeitraubendes Unterfangen inkl. x Mal umsteigen. Da mietet man dann eben doch ein Auto.

Musk hat die richtige Inspiration und er ist der richtige Mann für solche Projekte, weil er eben auch Millionen begeistern kann.

In der Schweiz gibt es das Projekt SWISSMETRO.ch, wo man in einem Tunnel mit bis zu 500kmh fahren möchte mit reduziertem Luftdruck. Endziel ist "St.Gallen nach Genf", also quer durch das ganze Mittelland.

Wenn man einen 57km langen Gotthard-Basistunnel realisieren kann mit 2 Röhren, dann kommen insgesamt 151km Tunnel zusammen (inkl. Bergungstunnels) unter den Alpen.

Also wieso nicht 300km für die Swissmetro bei oft einfacheren geologischen Verhältnissen?
Zu Beginn fängt man um Zürich herum an, weil dort die Bevölkerungsdichte am höchsten ist und deshalb der Bedarf auch am grössten.
Ob die Swissmetro jemals realisiert wird, steht in den Sternen...

Das Projekt Swissmetro hat zum Ziel, den öffentlichen Verkehr in der Schweiz zu verbessern und zu ergänzen.
Das Projekt umfasst einen unterirdischen Hochgeschwindigkeitszug, welcher die Ballungszentren und Verkehrsknotenpunkte (Städte, Flughäfen, usw.) miteinander verbindet.
Magnetschwebetechnologie sowie reduzierter Luftdruck im Tunnel werden dabei zum Einsatz kommen. So wird mit niedrigstem Energieverbrauch ein hohes Passagiervolumen möglich.

Die Vorteile von Swissmetro: Staus, überfüllte Züge oder durch Wetter verursachte Ausfälle gibt es bei Swissmetro nicht. Unterirdisch und ohne Umweltbeeinflussung wird die Mobilität der Schweizer Bevölkerung durch das Projekt auf lange Zeit sichergestellt.
Die Swissmetro garantiert Arbeitsplätze auf Jahrzehnte, macht die Schweiz für Unternehmen und Investoren attraktiv und neue Technologien können in der schweizerischen Bau-, Maschinen- und Elektroindustrie realisiert werden. Ausserdem profitiert auch der Tourismus durch dieses grossartige Pionierprojekt!

Wieso unterirdisch? Der Bedarf nach mehr Mobilität bei gleichzeitiger Forderung nach Nachhaltigkeit steigt laufend. Dabei stösst das schweizerische Eisenbahnnetz an ihre Kapazitätsgrenze. Der Bau einer oberirdischen Hochgeschwindigkeitsstrecke ist aufgrund des schweizerischen Terrains aber politisch kaum möglich. Die Swissmetro im Tunnel als Ergänzung zum bestehenden Verkehrsnetz bietet sich deshalb geradezu an. In 50-100m unter dem Boden erlauben die zwei richtungsgetrennten Tunnels ein höchstes Mass an Sicherheit.

CH-Engineer 18. Dezember 2017, 13:57 Uhr
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