Neue Versicherungs-Typklassen berechnet

Für die Meisten ändert sich nichts

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Typklassen für rund 29.000 verschiedene Pkw-Modelle neu berechnet. Für 13 % der Autohalter wird die Haftpflichtversicherung günstiger, 14 % müssen höhere Tarife einkalkulieren.

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, bleibt es in der Kfz-Haftpflichtversicherung für fast drei Viertel bzw. rund 29,5 Millionen Autofahrer bei der Typklasse des Vorjahres. Rund 5,4 Millionen Autofahrer (13 Prozent) profitieren von besseren Typklassen, für knapp 5,7 Millionen (14 Prozent) gelten künftig höhere Einstufungen.

Große Sprünge sind allerdings die Ausnahme, nur für wenige Modelle geht es um mehr als eine Klasse nach oben oder nach unten. So verbessert sich etwa der VW Tiguan 2.0 TSI 4Motion (Typ 5N, seit 2015) um drei, der Seat Ateca 1.4 TSI (Typ 5FP, seit 2016) um zwei Klassen, während sich der Renault Kadjar 1.2 (Typ RFE, seit 2015) um drei und der Kia Niro 1.6 Hybrid (Typ DE, seit 2016) um zwei Typklassen verschlechtert.

Typklassen GDV 2018 Foto: GDV
Beispiele für Typklassenveränderungen.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung gibt es 16 Typklassen (10-25). Neu berechnet wurden aber auch die Typklassen für die Teil- und die Vollkaskoversicherung. In der Vollkaskoversicherung unterscheiden die Statistiker des GDV 25 Typklassen (10-34), in der Teilkasko-Versicherung werden 24 Typklassen (10-33) unterschieden.

Die neue Typklasseneinstufung des GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich, kann aber ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden – in der Regel ist dies der 1. Januar 2019.

Je größer die Schäden, desto höher die Typklasse

Für die neuen Typklassen haben die GDV-Statistiker die Schaden- und Unfallbilanzen der einzelnen Modelle für die vergangenen drei Jahre ausgewertet. Automodelle mit wenig Schäden und geringen Reparaturkosten werden in niedrigere Typklassen eingeordnet. Viele Schäden und hohe Versicherungsleistungen führen zu höheren Typklassen. Für die Statistiken der Kfz-Haftpflichtversicherung sind die Versicherungsleistungen für geschädigte Dritte nach Verkehrsunfällen maßgeblich.

In die Berechnungen der Vollkasko-Versicherung fließen die Versicherungsleistungen für Schäden am eigenen Auto nach selbstverschuldeten Unfällen und für Teilkasko-Schäden ein (u. a. Autodiebstähle, Glasschäden, Wildunfälle oder Schäden durch Naturereignisse). Für die Statistiken der Teilkaskoversicherung werden nur Teilkaskoschäden betrachtet.

Die Typklassen für Ihr Fahrzeug können Sie hier ermitteln.

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