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Essen Motor Show 2017

Pro & Contra aus dem Tuning-Pott

Essen Motor Show 2017, Pro und Contra, Aufmacher Foto: Roman Domes 28 Bilder

Die Essen Motor Show ist der Ort, an dem der Ausdruck „extrem“ relativ erscheint. Extravaganz, schimmernden Folierungen, extra viel Chrom. Alles wunderbar also? Nicht ganz! Willkommen zu einer neuen Folge „Pro & Contra“ – live aus dem Pott!

01.12.2017 Natalie Diedrichs, Roman Domes 4 Kommentare Powered by

Mehr als 500 Aussteller zeigen, dass ihrer Fantasie offenbar keine Grenzen gesetzt sind. Von gepflegten Klassikern über professionell modifizierten PS-Boliden bis hin zu liebevoll in der Freizeit hergerichteten Einzelstücken ist alles vertreten.

50 Jahre Essen Motor Show

Ein tiefergelegter Audi Q2 – vielleicht für diejenigen, die gerne einen SUV fahren wollen, aber Höhenangst haben? Dann lieber gleich einen A3 wählen, wäre vermutlich zu langweilig. Denn in Essen ist alles erlaubt. Wer hier hingeht, weiß, dass er seine Vernunft an der Eingangstür abgibt.

Gleich zwei Geburtstagskinder feiern in diesem Jahr ihren Fünfzigsten: Sowohl die Motor Show selbst als auch Mercedes-Tochter AMG machen 2017 ein halbes Jahrhundert voll. Die Affalterbacher Tuningmarke ist schon immer ein gern gesehener Gast in den Essener Messehallen. Anlässlich dieses runden Zwillings-Jubiläums gibt’s in diesem Jahr auch eine Sonderausstellung mit vielen leistungsstarken AMG-Klassikern.

Einer der Gäste ist zum Beispiel das Vision Car „Gran Turismo“, dessen kurvige Formen vor allem aus dem PlayStation Rennspiel „Gran Turismo 6“ bekannt sind. Fast ebenso exotisch ist Deutschlands einziger Maloo. Das australische Auto entspricht dem Fahrzeugtyp „Ute“ (Utility Vehicle) und erinnert eine an Art Pickup. Die Aussie-Kiste basiert auf einer Plattform von General Motors und trägt einen knackigen Corvette-V8.

Polizei fährt Oettinger-VW Golf GTI mit 400 PS

Auch die Polizei bekennt sich auf der Messe zu ihrer heimlichen Tuning-Leidenschaft und präsentiert in Kooperation mit Oettinger und der Initiative „tune-it-safe“ einen Golf R mit 400 PS und Blaulicht auf dem Dach. Dabei betonen die Ordnungshüter mit Nachdruck, dass zwischen Tuning-Faible und illegalen Straßenrennen ein großer Unterschied liegt.

Apropos illegal: Fast schon verboten hoch ist der von Shelby getunte F150 Raptor, der in Halle 3 die meisten tiefergelegten Ausstellungsexemplare überragt. Brabus hält mit einem auf 850 PS hochgezüchteten Mercedes GLE dagegen. Andere übertrumpfen die Fahrzeughöhe durch pure Extravaganz: Denn es gehört schon ein großer Individualisierungs-Wille dazu, einen Rolls Royce Phantom in ein Tigerkleid zu stecken oder einen Bugatti Veyron mit Leopardenflecken zu zieren.

Natürlich warten auch die Größen der Szene mit vielen Schmuckstücken auf: AC Schnitzer präsentierte den ACL2S in einem Folienkleid aus matt-khaki. Für Sparfüchse – Der aufgemotzte BMW M240i kostet aktuell statt 124.000 Euro nur noch 79.500 Euro. Ein Schnäppchen sozusagen.

J.P. Performance zeigt neun Autos

PS-Profi und Tuning-Held J.P. Kraemer stellte an seinem Stand gleich neun Fahrzeuge in Reih und Glied. Die schönsten und skurrilsten Umbauten tummeln sich aber im „Keller“ der Messe. Die Sonderausstellung „tuningXperience“ hält von geschrumpften Erdbeerkörbchen bis hin zu wintersporttauglichen Audi R8 mit Snowboard auf dem Dach viele Kuriositäten bereit.

Ob uns das alles gefallen hat? In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen unsere Pros und unsere Contras von der Kult-Messe in Essen.

Neuester Kommentar

Auf dem Bild 2 handelt sich nicht um einen Kadett A, sondern um ein Kadett C Coupé.

Hitzi23 4. Dezember 2017, 09:25 Uhr
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