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EU-Studie zu Kältemittel

Keine Gefahr durch R1234yf

Brand, Feuer Foto: Deutsche Umwelthilfe

Im Streit zwischen der EU und Deutschland über den Einsatz des Kältemittel R1234yf für Klimaanlagen in Autos hat die Kommission am Freitag (7.3.2014) die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Überprüfung bekannt gegeben.

Im Zuge der Studie hat die Forschungsstelle der EU hat alle Testverfahren unter Einbindung aller beteiligten Interessensvertreter erneut überprüft. Demnach gibt es keinen Beweis für ernsthafte Gefahren, die vom normalen und berechenbaren Gebrauch dieser Chemikalie ausgehen. Damit stützt die EU-Studie die ebenfalls zuvor vom Kraftfahrtbundesamt erzielten Ergebnisse.

Daimler setzt auf altes Kältemittel

Seit dem 1. Januar 2011 müssen Klimaanlagen neuer Fahrzeugtypen mit einem weniger klimaschädlichen Kältemittel gefüllt werden. Demnach dürfen fluorierte Treibhausgase mit einem deutlich schädlicheren Klimaeffekt als CO2 nicht mehr in Klimaanlagen verwendet werden. Das Kältemittel R1234yf wurde von der Industrie gewählt, um dieser Richtlinie zu entsprechen. Die Richtlinie selbst ist technologieneutral – es ist also der Industrie überlassen, welches klimafreundlichere Kältemittel eingesetzt wird. Es sind also auch andere Kältemittel als R1234yf denkbar, jedoch nicht mehr das alte Mittel R134a.

Im September 2012 meldete der Autobauer Daimler nach eigenen Testreihen Bedenken über die Sicherheit der Verwendung von R1234yf an und erklärte, man würde weiterhin R134a verwenden. Die deutschen Genehmigungsbehörden gaben im Mai 2013 dem Ersuchen Daimlers statt und erweiterten die alten die Typengenehmigungen.

EU will weiter gegen Kältemittelsünder vorgehen

Nach Auffassung der Kommission gibt es Anhaltspunkte dafür, dass diese Genehmigungserweiterungen einzig und allein beantragt wurden, um die Anwendung der Richtlinie über mobile Klimaanlagen zu umgehen, was dazu führt, dass die Richtlinie nicht die beabsichtigte Wirkung hat.

Die Kommission ist nach wie vor entschlossen dafür zu sorgen, dass die Klimaziele der Richtlinie erfüllt werden und das EU-Recht auf dem gesamten EU-Binnenmarkt einheitlich angewendet wird. Die Europäische Kommission hatte Ende Januar von den deutschen Behörden verlangt, die Richtlinie über mobile Klimaanlagen vollumfänglich auf die Fahrzeuge aller deutschen Hersteller anzuwenden. Gemäß dem EU-Vertragsverletzungsverfahren hat Deutschland zwei Monate Zeit, auf das diesbezügliche Aufforderungsschreiben der Kommission zu antworten.

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