EU-Zulassungen

2006 leicht im Plus

Foto: GIW

Zum Abschluss des Jahres 2006 blieb der Europäische Automarkt bei den Zulassungszahlen nahezu unverändert. Betrachtet man das gesamte Autojahr, so lässt sich ein leichter Zuwachs von 0,7 Prozent auf insgesamt 15.364.997 Fahrzeuge verzeichnen.

Die Zahl der neu zugelassenen Pkw in Gesamt-Europa ist im Dezember des Jahres gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozent auf 1.068.553 Fahrzeuge gesunken, teilte der europäische Branchenverband ACEA am Dienstag (16.1.) in Brüssel mit. Negativen Einfluss hatte dabei die Tatsache, dass gegenüber Dezember 2005 in der gesamten Region zwei Werktage weniger zur Verfügung standen.

In den Hauptmärkten konnte nur Deutschland sein Ergebnis im letzten Monat des Jahres steigern (plus 17,7 Prozent/303.416), wohingegen die Zulassungen in Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien rückläufig waren. Letztere verzeichneten dabei sogar ein Minus von 14,7 Prozent/133.810. Stark zulegen konnten dagegen der kleine Inselnachbar Irland (plus 64,5 Prozent) - hier wurden jedoch nur 992 Fahrzeuge auf die Straßen losgelassen. Um fast das Doppelte zulegen konnte Holland (plus 48,1 Prozent/13.001). Bei den neuen EU-Mitgliedsstaaten konnte sich der positive Trend mit einem Plus von 1,1 Prozent ebenfalls fortsetzen, besonders stark hier wiederum die baltischen Staaten.

Für das komplette Jahr 2006 verzeichnete ACEA für die Volumenmärkte Italien und Deutschland Zuwächse von 3,7 respektive 3,8 Prozent – Spanien (minus 2,2 Prozent), Frankreich (minus 3,3 Prozent) und Großbritannien (minus 3,9 Prozent) konnten hier nur rückläufige Zahlen verbuchen.

Bei den einzelnen Herstellern ergibt sich zum Jahresabschluss folgendes Bild: Die deutschen Hersteller BMW (plus 21,9 Prozent) und Daimler-Chrysler (plus 16,4 Prozent) gehen mit den stärksten Zuwächsen ins neue Jahr. Der Ford-Konzern konnte seinen Marktanteil im Dezember halten (plus 0,6 Prozent/112.618), VW musste leichte Einbußen von 1,9 Prozent hinnehmen. Gegenüber Dezember 2005 (229.650) verzeichneten die Wolfsburger nur noch 225.274 Neuzulassungen, was jedoch am größten Marktanteil (21,1 Prozent) der 23 EU-Staaten und EFTA-Ländern nichts änderte.

Fiat gehört zu den Gewinnern

Die Fiat-Gruppe legte um 8,5 Prozent zu, ebenso Toyota (plus 3,5 Prozent/62.414) und Mazda (plus 9,6 Prozent/14.393). Ebenfalls erfolgreich waren die beiden anderen japanischen Hersteller Honda (plus 27,8 Prozent/20.734) und Nissan, die ihr Ergebnis vom Vorjahr sogar verdoppeln konnten (plus 50 Prozent/22.251). Die französischen Hersteller PSA Peugeot Citroen (minus 3,2 Prozent/130.963) und Renault (minus 20,9 Prozent/116.208) mussten im Dezember rückläufige Zahlen hinnehmen. Renaults Marktanteil sank von 9,6 Prozent auf 7,6 Prozent, die Zulassungszahlen im Jahr 2006 sogar um minus elf Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.324.119).

Das stärkste Wachstum gegenüber dem Jahr 2005 erzielte Fiat, mit einem Zuwachs von 16,9 Prozent auf 1.156.152 zugelassene Fahrzeuge und einem Marktanteil von 7,5 Prozent (6,5 Prozent in 2005). Von den deutschen Herstellern legte der VW-Konzern am stärksten zu, der seinen Marktanteil von 19,4 auf 20,3 Prozent steigerte.

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