EU-Zulassungen

Juli und August schwach

Foto: GIW

Wie der europäische Herstellerverband ACEA berichtet, wurden im Juli 2006 europaweit insgesamt 1.220.753 Autos neu zugelassen. Das entspricht einem Minus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im August betrug das Defizit gegenüber dem Vorjahresmonat dagegen nur noch 1,4 Prozent, bei 886.824 EU-Zulassungen.

In Deutschland wurden im Juli 265.845 Autos zugelassen, ein leichtes Minus von 2,7 Prozent. Im Folgemonat setzte sich dieser Trend fort: Minus 1,3 Prozent und 244.757 Neuzulassungen. Andere Kernmärkte wie Italien, Großbritannien und Spanien fuhren sogar noch deutlichere Einbußen ein. Frankreich lag im August etwa auf Vorjahresniveau (plus 0,1 Prozent, 113.955), kleinere Märkte wie Österreich (plus 5,6 Prozent) Portugal (plus 4,2 Prozent) und Schweden (plus 9,2 Prozent) konnten steigende Zahlen verbuchen. Zurückzuführen sei der Rückgang der Neuzulassungen in den beiden Sommermonaten Juli und August vor allem auf die hohen Benzinpreise, teilte der europäische Herstellerverband ACEA in Brüssel mit.

In den ersten acht Monaten (Januar bis August) steigerte sich die Zahl der Neuzulassungen im Vorjahresvergleich in Gesamteuropa (EU und EFTA) leicht um 0,4 Prozent auf 10,436 Millionen Fahrzeuge.

Deutsche Hersteller im Minus

Die großen deutschen Hersteller verbuchten im August allesamt rückgängige Zahlen. Am stärksten betroffen war die BMW Group, die mit Minus 13,2 Prozent satte Einbußen einfuhr. Ebenso hart traf es Renault mit Minus 12,3 Prozent. Toyota konnte um 14,5 Prozent zulegen, auch bedingt durch eine Verdopplung seiner Lexus-Zulassungen. Bei den anderen japanischen Marken klafft ein großes Loch zwischen Nissan und Honda: Erstere mit minus 27,8 Prozent, Letztere mit einem Plus von 21,8 Prozent, bei ähnlich hohen Zulassungszahlen von rund 17.000. Fiat liegt mit 14,4 Prozent Zuwachs ebenfalls positiv im Trend. Für Ford gibt es einen kleinen Lichtblick: trotz der Konzernprobleme kann ein EU-Zulassungsplus von 1,8 Prozent verzeichnet werden.

Marktführer in Europa bleibt weiterhin die Volkswagen Gruppe mit 22,5 Prozent Marktanteil und 199.783 zugelassenen Fahrzeugen. Bei Daimler-Chrysler verringerte sich der Marktanteil im August minimal von 6,7 auf 6,6 Prozent.

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