EU-Zulassungen

Mai im Aufwind

Foto: GIW

Nach Angaben des europäischen Herstellerverbandes ACEA, wurden im Berichtsmonat Mai 1.422.408 Autos erstmals neu zugelassen, das entspricht einem Plus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Italien boomt, die deutschen Hersteller konnten Marktanteile hinzugewinnen.

In den fünf europäischen Kernmärkten konnten alle Länder einen Zuwachs verzeichnen, bis auf Frankreich. Dort sank die Zahl der Neuzulassungen um minus 3,3 Prozent von 183.462 auf 177.343. Deutschland verzeichnete ein Zulassungsplus von 8,7 Prozent (von 303.672 auf 330.102). Italien strich ein sattes Plus von 49,5 Prozent ein und verbuchte mit 225.920 (Mai 2005: 151.127) die zweithöchste Zahl der europäischen Neuzulassungen. Dahinter liegen die Briten (190.002, plus 1,1 Prozent) und Spanier (141.422, plus 0,5 Prozent).

VW behauptet ersten Platz in Europa

Mit 20,5 Prozent stieg der Marktanteil der Volkswagen Gruppe um 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an - das beste Ergebnis unter den deutschen Herstellern und in Europa überhaupt. Allerdings rutschte der Anteil der Tochter Audi von 4,4 auf 4,2 Prozent ab. Insgesamt beträgt die Zahl der Neuzulassungen für die VW-Group 291.413.

Daimler-Chrysler legte trotz weiterer Verluste von Smart (minus 15,2 Prozent) um 12,5 Prozent auf 83.662 zugelassene Fahrzeuge zu, was vor allem den Zuwächsen von Mercedes (plus 18,8 Prozent) und Chrysler (10,7 Prozent) zu verdanken ist. BMW liegt mit 75.055 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 5,3 Prozent dicht dahinter.

Sehr gute Zahlen erreichte die Toyota Group dank der Lexus-Europaoffensive, die sich in einem Plus von 97,1 Prozent äußert, im Zeitraum Januar bis Mai 2006 sogar insgesamt eine 99-prozentige Steigerung der japanischen Nobel-Marke. Die Zahl der Neuzulassungen liegt bei 3.817 (vorher 1.937). Insgesamt konnten der japanische Hersteller 82.925 Neuzulassungen verbuchen und liegt mit 5,8 Prozent Marktanteil vor BMW und den Konkurrenten aus dem eigenen Land.

Ebenfalls deutlich zulegen konnte die Fiat Group, die gegenüber Mai 2005 ein Plus von 55,1 Prozent erreichte. Die Gesamtzahl stieg auf 111.159 (vorher 71.674). Einen positiven Trend zeigt auch der krisengeschüttlete GM-Konzern, der in Europa, dank guter Saab-Zulassungszahlen (+34,5 Prozent) im Monat Mai ein Plus von 6,5 Prozent verzeichnen kann.

Zu den Verlierern bei den Zulassungen zählen nach wie vor Renault mit minus 2,6 Prozent (Januar bis Mai: minus 8,7 Prozent), die PSA-Gruppe mit minus 0,3 Prozent (minus 1,8 Prozent), sowie Mitsubishi (minus 2,3 / minus 4,7 Prozent) und vor allem MG Rover mit minus 38 Prozent bei sehr geringen Neuzulassungszahlen von nur 762.

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