EU-Zulassungen

Trüber November

Die Pkw-Neuzulassungen in Europa sind im November 2005 um 2,8 Prozent zurückgegangen. Nach Angaben des Europäischen Herstellerverbandes ACEA in Brüssel am Mittwoch (14.12.) sind in Gesamteuropa (EU und EFTA) im Berichtsmonat 1.168.628 Fahrzeuge neu zugelassen worden.

Im Vorjahresmonat waren es noch 1,202 Millionen Autos. In den ersten elf Monaten des Jahres wurden in Europa 14.147.932 Fahrzeuge erstmals zugelassen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr ein Rückgang der Zulassungen um 0,5 Prozent. Die Zahlen belegten eine Stagnation - die Situation auf den europäischen Automärkten bleibe weiter unsicher, hieß es.

Während in den fünf großen Automärken die Zulassungszahlen sanken (Deutschland minus 3,4 Prozent, Spanien minus vier Prozent, Frankreich minus 2,1 Prozent und Großbritannien minus 7,9 Prozent) konnte der italienische Markt im November um 3,1 Prozent zulegen.

BMW mit sattem Plus

Bei den deutschen Herstellern konnte VW (November: 20,3 Prozent plus 0,4 Prozent), Daimler-Chrysler (6,8 Prozent, plus 0,3 Prozent) und BMW (5,3 Prozent, plus 0,4 Prozent) ihre Marktanteile sowohl im November als auch im Jahresverlauf steigern. Lediglich die Zulassungsquote bei Daimler-Chrysler lag in den ersten elf Monaten des Jahre im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf dem gleichen Niveau von 6,0 Prozent.

Trotz der Steigerung der Marktanteile musste Volkswagen bei den Zulassungen im November einen Rückgang von 0,5 Prozent verbuchen. Nur die Marken VW (plus 0,4 Prozent) und Skoda (plus 3,0 Prozent) verhinderten ein größeres Defizit. Im Jahresverlauf stehen alle Marken des Konzerns - bis auf Seat (minus 5,5 Prozent) - im Plus. Das Zugpferd: Audi mit einem Zuwachs von 10,9 Prozentpunkten.

Während bei Daimler-Chrysler das plus in der Novemberstatistik mit 1,9 Prozent moderat ausfällt (Mercedes plus 3,1 Prozent, Chrysler plus 23,0 Prozent, Smart minus 14,4 Prozent) konnte die Konkurrenz aus Bayern deutlicher zulegen. Eine Steigerung von 6,5 Prozent steht BMW im November zu Buche. Dazu hat allerdings nur die Marke BMW mit einem Zuwachs von 9,5 Prozent beigetragen, da Mini ein Zulassungsdefizit von 7,9 Prozent einfuhr. BMW steht im Jahres mit einer deutlichen Steigerung der Zulassungszahlen von plus 11,2 Prozent besonders gut da, Konkurrent Daimler-Chrysler sieht sich einem leichten Minus von 0,2 Prozent gegenüber.

Zu den größten Verlieren bei den Zulassungszahlen in Europa zählen Nissan (minus 29,6 Prozent im November) sowie Renault mit minus 15,3 Prozent. Zu den Gewinnern zählen Kia mit plus 18,3 Prozent und Suzuki mit plus 18,7 Prozent.

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