EU-Zulassungsstatistik

Katastrophaler Start ins neue Jahr

Foto: dpa

Europa startet mit einem dicken Absatzminus in das neue Jahr. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sank im Vergleich zum Januar 2008 um 27 Prozent, wie der europäische Branchenverband ACEA am Freitag (13.2.) in Brüssel mitteilte.

Es ist bereits der neunte Monat in Folge, in dem die Zulassungszahlen zurückgingen. Am steilsten bergab ging es bei den deutschen Herstellern vor allem für die Marke Opel, die mit einem Minus von 34,6 Prozent auf 66.340 Fahrzeuge in das Jahr 2009 startete (Vorjahr: 101.449). Der Marktanteil schrumpfte von 7,7 auf 6,9 Prozent. Auch für die anderen deutschen Hersteller sah es nicht viel besser aus: BMW verzeichnete einen Zulassungsrückgang von 32,4 Prozent, Daimler von 30,5 Prozent, die VW Group von 20,1 Prozent, wobei die Marke Audi mit einem Minus von 6,1 Prozent am glimpflichsten davonkam. Die Ford-Gruppe fuhr ein Minus von 21,8 Prozent ein. Für die BMW-Konzernmarke Mini gingen die Zulassungen sogar fast um die Hälfte (minus 47,5 Prozent) gegenüber Januar 2008 zurück.

Auch Smart im Minus

Beim Kleinwagenhersteller Smart, der sich 2008 lange erfolgreich gegen die Krise stemmte, müssen die Stuttgarter weiter mit negativen Zahlen (minus 10,9 Prozent) leben. Den stärksten Einbruch verzeichnete US-Hersteller Chrysler mit einem Rückgang um 53,2 Prozent auf jetzt nur noch 4.161 Neuzulassungen (Vorjahr: 8.892). Insgesamt liegen derzeit fast alle Marken im zweistelligen Minusbereich. Ausnahmen sind Jaguar und Alfa Romeo, die im Januar 2009 ein Plus verzeichnen konnten. Jedoch sind das bei beiden Marken lediglich etwa 200 bis 300 Einheiten mehr als zum Jahresbeginn 2008.

Bei den japanischen Herstellern herrscht ebenfalls Krisenstimmung in Europa: Toyota büßte weiter Marktanteile ein und liegt derzeit nur noch bei 5,3 Prozent. Die Zulassungszahlen von Nissan und Honda lagen knapp über 25 Prozent im Minus, Mitsubishi musste einen noch stärkeren Rückgang von 41,8 Prozent hinnehmen. Am besten fiel die Bilanz noch für Mazda aus, die ein Minus von 16,7 Prozent verbuchten.

Alle Märkte verlieren

Betrachtet man die einzelnen Länder, so fällt auf, dass auch die aufstrebenden neuen Märkte in Osteuropa 2009 mit starken Einbußen starten: Rumänien und Ungarn verloren um mehr als die Hälfte, Tschechien startete mit einem Minus von 12,3 Prozent, Polen ist mit 5,3 Prozent im Minus. Insgesamt verzeichneten die neuen EU-Mitgliedstaaten einen Rückgang der Neuzulassungen um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch in Westeuropa ist ein starker Negativtrend zu verzeichnen. Besonders hart getroffen wurden die Märkte in Island (minus 88 Prozent) und Irland (minus 66,5 Prozent). Hohe Zweistellige Minusraten verbuchten aber auch die Volumenmärkte in Spanien, Italien und Großbritannien.

In Deutschland belief sich das Minus im Januar auf 14,2 Prozent -189.385 neue Fahrzeuge wurden in den Verkehr gebracht. Im Plus lag keiner der Märkte - nur in Frankreich hielt sich die Talfahrt mit einem Minus von 7,9 Prozent noch in Grenzen. Alle anderen Staaten im Westen stürzten im  zweistelligen Bereich ab.

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