EuroNCAP-Crashtest 2018

Nexo, A-Klasse, ES und Mazda 6 überzeugen

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EuroNCAP überprüft regelmäßig in verschiedenen Crashtests die Sicherheit neuer Autos. Hier finden Sie alle Ergebnisse der 2018 gelaufenen Crashtests. Aktuell: Hyundai Nexo, Mazda 6, Lexus ES und Mercedes A-Klasse mit 5 Sternen, das Hochdach-Trio Combo, Rifter und Berlingo bekommt 4 Sterne.

Das EuroNCAP-Konsortium hat für das Jahr 2018 die Anforderungen in den Crashtests weiter erhöht. Neu im Testprogramm sind der Fahrradfahrer sowie diffuse Lichtverhältnisse, mit denen der Notbremsassistent zurechtkommen muss. Beurteilt wird jetzt auch die Leistungsfähigkeit von Spurhaltesystemen. Hier die Testergebnisse im Einzelnen:

Hyundai Nexo

Der Brennstoffzellen-SUV Hyundai Nexo erreicht beim Crashtest eine 5-Sterne-Wertung, Auffälligkeiten wegen des Brennstoffzellenantriebs gibt es nicht. Beim Insassenschutz holt der Koreaner 94 Prozent der Punkte. Lediglich beim versetzten Frontalcrash wurden geringfügig höhere Belastungswerte für den Fahrer ermittelt, beim Heckanprall droht Rückbankpassagieren ein erhöhtes Verletzungsrisiko im Nackenbereich. Im Kriterium Kindersicherheit holt der Nexo 87 Prozent der Punkte. Beim Fußgängerschutz kommt der Hyundai auf 67 Prozent der Punkte. Die Motorhaubenkante und die A-Säulen sind zu hart. Zudem hat der Notbremsassistent Probleme, Fahrradfahrer zu erkennen. Bei der Sicherheitsaustattung kommt der Hyundai auf 80 Prozent.

Lexus ES

Das neue Mittelklassemodell Lexus ES holt sich ebenfalls eine 5-Sterne-Wertung im Crashtest. Der Japaner kommt auf 91 Prozent der Punkte beim Kriterium Insassensicherheit. Beim Frontalcrash droht allerdings der Fondpassagier unter dem Beckengurt durchzurutschen. Bei den Seitencrashs öffnete sich der Seitenairbag nicht ausreichend – hier droht jeweils ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Im Punkt Kindersicherheit holt sich der ES 87 Prozent der möglichen Punkte. Beim Fußgängerschutz wurden 90 Prozent erreicht. Auch hier kritisieren die Tester die zu harten A-Säulen, der Notbremsassistent wurde als gut bewertet. Bei der Sicherheitsaustattung kommt der Lexus auf 77 Prozent.

Mazda 6

Auch der überarbeitete Mazda 6 holt sich im Crashtest eine 5-Sterne-Wertung. Bei der Insassensicherheit kommt der Japaner auf 95 Prozent der Punkte. Kritik gibt es für die Durchrutschgefahr der Rückbankpassagiere unter dem Beckengurt beim Frontalaufprall. Im Kriterium Kindersicherheit holt der Mazda 91 Prozent der Punkte. Beim Fußgängerschutz wurden 66 Prozent der Punkte gesammelt. Zu hart sind die Motorhaubenkante sowie die A-Säulen. Zudem hat der Notbremsassistent den Radfahrer nicht erkannt. Bei der Sicherheitsaustattung kommt der Mazda auf 73 Prozent.

Mercedes A-Klasse

Als weiterer 5-Sterne-Kandidat ging die neue Mercedes A-Klasse aus dem Crashtest hervor. Mit 96 Prozent der möglichen Punkte überzeugt das Kompaktmodell beim Insassenschutz. Im Kriterium Kindersicherheit kommt die A-Klasse auf 91 Prozent der Punkte. Beim Fußgängerschutz gibt es Kritik für die zu harten A-Säulen, der Notbremsassistent überzeugt dagegen. Bei der Sicherheitsaustattung kommt der Mercedes auf 75 Prozent.

Peugeot Rifter, Opel Combo und Citroën Berlingo

Ebenfalls zum Crashtest trat der Peugeot Rifter an, der sein 4-Sterne-Ergebnis an die baugleichen Schwestermodelle opel Combo und Citroën Berlingo vererbt. Beim Insassenschutz holt das Hochdachmodell 91 Prozent der möglichen Punkte. Leicht erhöhte Belastungswerte wurden für den Brustbereich von Fahrer und Beifahrer bei den Frontalcrashszenarien vermerkt. Bei der Kindersicherheit kommt das Trio auf 81 Prozent der Punkte, mit dem Hinweis, dass die dritte Sitzreihe nicht für Kindersitze geeignet ist. Beim Fußgängerschutz gibt es 58 Prozent. Die A-Säulen sind zu hart und der Notbremsassistent erkennt keine Fahrradfahrer. Bei der Sicherheitsaustattung kommen die Hochdachkombis auf 68 Prozent.

Audi A6 schützt sehr gut

Audi A6 EuroNCAP 2018
2:44 Min.

Die Oberklasse-Limousine erreichte im September 2018 beim EuroNCAP-Crastest fünf Sterne. Alleine bei der Sicherheit der Insassen, die mit Frontalcrash und Seitenaufprallcrash getestet wird, kam der A6 auf 93 Prozent der möglichen Punkte. Lediglich beim Pfahltest konnten die Tester eine höhere Belastung des Oberkörpers auf der Fahrerseite feststellen. Hier wurden die Rippen stark gequetscht, der Schutz wurde mit „gering“ eingestuft.

Bei der Sicherheit von Kinder erreichte der A6 85 Prozent der möglichen Punkte – ein guter Wert. Beim Frontaufprall mit einem 10-jährigen Dummy gab es ein erhöhtes Verletzungsrisiko im Bereich der Halswirbelsäule.

Dank des Notbremsassistenten und einer „Pop-up“-Motorhaube konnte der A6 im Bereich des Fußgängerschutzes 81 Prozent der möglichen Punkte erreichen. Bei der Sicherheitsausstattung stehen der Limousine 76 Prozent der möglichen Punkte zu Buche. Abzug gab es, da der Tempomat mit Verkehrszeichenerkennung nur optional erhältlich ist und die Steuerung des Spurhalteassistenten durch den Fahrer als schwach angesehen wurde.

VW Touareg ist sicher

VW Touareg EuroNCAP 2018
2:41 Min.

Der große SUV von Volkswagen erhält eine Fünf-Sterne-Wertung im aktuellen Crashtest. Beim Insassenschutz kommt das Modell auf 89 Prozent der möglichen Punkte. Hier kritisierten die Tester die etwas erhöhte Belastung des Oberkörpers beim Frontaufprall auf der Fahrerseiten, aber auch auf bei den Passagieren auf der Rücksitzbank. Zudem wurde eine ähnliche Belastung des Fahrers bei Pfahlcrash.

86 Prozent der möglichen Punkte bei der Kindersicherheit erreicht der Touareg, hier konnte die Testingenieure beim zehnjährigen Kind eine nur ganz leichte Belastung der Halswirbelsäule beim Frontcrash entdecken. Bauartbedingt ist der Schutz für ungeschütze Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer) bei einem SUV etwas höher. 72 Prozent schafft der Touareg hier. Wobei die Leistung der Bremsautomatik nur mit der zweit besten Note bewertet wurde.

Ford Tourneo Connect mit sehr gutem Insassenschutz

Ford Tourneo Connect EuroNCAP 2018
2:45 Min.

92 Prozent der möglichen Punkte beim Insassenschutz sind ein sehr gutes Ergebnis. Trotzdem kommt der Ford nur auf vier Sterne. Aber bleiben wir beim Insassenschutz. Hier rutschte beim Frontaufprall der Fahrerdummy unter dem Beckengurt hindurch. Der Schutz für den Beckenbereich wurde mit der schlechtesten Note bewertet. Ansonsten bietet der Ford insbesondere beim Seitenaufpralltest einen sehr guten Schutz, hier erhielt er die volle Punktzahl.

Der Kinderschutz wurde mit 79 Prozent der möglichen Punktzahl bewertet. Auch hier gab es die volle Punkzahl beim Seitencrash. Lediglich beim Frontalaufprall rutschte der Sicherheitsgurt des 10-Jahre-Kinder-Dummys von der Schulter. Dafür gab es Abzüge. Ebenso gab es Abzüge bei der Erkennung von Fahrradfahrern.

Suzuki Jimny beim Frontcrash mit deutlichen Problemen

Der kleine SUV kommt mit einer Drei-Sterne-Wertung aus dem aktuellen Crashtest. 73 Prozent der möglichen Punkte für den Insassenschutz sind zu wenig für eine bessere Bewertung. Beim Frontaufprall schlug der Kopf durch den nicht vollständig geöffneten Airbag aufs Lenkrad durch. Die Fahrgastzelle wurde beim versetzten Aufprall stark deformiert, der Oberkörper des Fahrers war sehr hohen Belastungen ausgesetzt. In Sachen Kindersicherheit kommt der Jimny auf 84 Prozent der Punkte. Hier war die Belastung für den Nacken beim Frontcrash für etwas erhöht. Bei den Sicherheitsassistenzsystemen erreicht der Jimny 50 Prozent der Punkte. Die Tester kritisieren hier den nicht vorhandenen Spurhalteassistenten.

5 Sterne für den Volvo XC40

Der neue Volvo XC40 holte sich im EuroNCAP-Crashtest eine 5-Sterne-Wertung. Ganz leichte Abzüge gab es lediglich für ein leicht erhöhtes Verletzungsrisiko für Fondpassagiere im Brustbereich beim vollflächig überlappenden Frontalaufprall.

Insgesamt erreichte der Volvo XC40 beim Kriterium Insassensicherheit 37,2 Punkte und eine 97 %-Wertung. Bei der Kindersicherheit notierten die Tester 43 Punkte und 87 %, beim Thema ungeschützte Verkehrsteilnehmer (Fußgängerschutz plus Fahrradfahrer) stehen 34,5 Punkte und 71 % zu Buche, bei den Sicherheitssystemen 10 Punkte und 76 %.

Ford Focus mit 5-Sterne-Wertung

Ebenfalls 5 Sterne sicherte sich der Ford Focus und konnte in fast allen Bereichen überzeugen. Lediglich für das leicht erhöhte Verletzungsrisiko im Halswirbelsäulenbereich beim Heckanprall für die Frontpassagiere führte zum Punktabzug.

Insgesamt erreichte der Ford Focus beim Kriterium Insassensicherheit 32,5 Punkte und eine 85 %-Wertung. Bei der Kindersicherheit notierten die Tester 43 Punkte und 87 %, beim Thema ungeschützte Verkehrsteilnehmer (Fußgängerschutz plus Fahrradfahrer) stehen 34,8 Punkte und 72 % zu Buche, bei den Sicherheitssystemen 9,9 Punkte und 75 %.

Nissan Leaf holt 5 Sterne

Das Elektroauto Nissan Leaf absolvierte als erstes im Jahr 2018 getestetes Modell alle Anforderungen ohne größere Patzer und holte sich eine 5-Sterne-Wertung. Lediglich beim versetzten Frontalcrash konnte der Fahrerairbag nicht genügend Druck aufzubauen, der Dummy hatte Kontakt zu Innenraumoberflächen. Beim Frontalcrash über die volle Breite ließ die Spannkraft des Beckengurtes nach, was zu einem erhöhten Verletzungsrisiko in diesem Bereich führte.

Insgesamt erreichte der Nissan Leaf beim Kriterium Insassensicherheit 35,4 Punkte und eine 93 %-Wertung. Bei der Kindersicherheit notierten die Tester 42,3 Punkte und 86 %, beim Thema ungeschützte Verkehrsteilnehmer (Fußgängerschutz plus Fahrradfahrer) stehen 34,2 Punkte und 71 % zu Buche, bei den Sicherheitssystemen 9,3 Punkte und 71 %.

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