Ex-Daewoo-Chef

Hohe Anklage

Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft in Seoul hat für den früheren Chef des zusammengebrochenen Daewoo-Konzerns, Kim Woo Chung, wegen schweren Betrugs und Bilanzfälschung eine 15-jährige Haftstrafe gefordert.

Der Angeklagte soll außerdem 23,4 Billionen Won (etwa 19,7 Milliarden Euro) an unterschlagenem Geld zurückzahlen, forderten die Vertreter der Anklagebehörde am Dienstag (9.5.) im Prozess gegen den einstigen südkoreanischen Vorzeigemanager.

In dem Fall habe es sich um einen "Teufelskreis" aus Schulden finanzierter und rücksichtsloser Expansion sowie einem unverantwortlichen Management gehandelt, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap die Staatsanwaltschaft. Die Regierung sei gezwungen gewesen, die Krise bei Daewoo mit 30 Billionen Won an Steuergeldern in den Griff zu bekommen. Das Urteil wird für Ende Mai erwartet.

Der 69-jährige Kim wurde im Juli 2005 wegen Bilanzfälschung, Kreditbetrugs und Unterschlagung angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, Vermögenswerte des Konzerns aufgebläht, knapp 10 Billionen Won an Krediten erschlichen sowie 23 Billionen Won auf Auslandskonten verschoben zu haben. Nach sechs Jahren auf der Flucht hatte sich Kim den Behörden gestellt. Bei seiner Rückkehr erklärte er, die Verantwortung für den Fall Daewoo übernehmen zu wollen. Der Mischkonzern Daewoo war 1999 unter einer Schuldenlast von 80 Milliarden Dollar zusammengebrochen.

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