Fahrverbot für Bochum-Coach Peter Neururer

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Der Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Bochum, Peter Neururer, muss einen Monat auf seinen Führerschein verzichten. Dazu verurteilte ihn am Mittwoch (20.4.) das Amtsgericht Recklinghausen, nachdem er am 17. September 2004 auf der Autobahn 43 gedrängelt hatte.

Per Videoüberwachung hatte eine Zivilstreife festgestellt, dass Neururer bei Tempo 130 bis auf knapp zwölf Meter auf seinen Vordermann aufgefahren war. Vorgeschrieben war aber ein Sicherheitsabstand von 65 Metern. Außerdem überquerte er eine durchgezogene Linie. Der Coach muss außerdem 140 Euro Geldbuße bezahlen.

Neururer hatte im Prozess von einem "seelischen Ausnahmezustand" gesprochen, da der VfL Bochum am Abend zuvor im UEFA-Cup-Hinspiel gegen Standard Lüttich nur ein 0:0 erreicht habe. Darüber hinaus erklärte er, dass er auf seinen Führerschein angewiesen sei. Ein Fahrverbot bedrohe seine wirtschaftliche Existenz. Sein monatliches Netto-Einkommen gab der Trainer mit 40.000 Euro an.

Das Gericht wies den Einspruch gegen den Bußgeldbescheid und das Fahrverbot jedoch zurück. Es würde weder eine Existenzgefährdung vorliegen noch eine Kündigung durch den VfL zu erwarten sein. "Bei einem derartigen Monatseinkommen kann man für einen Monat auch einen Fahrer beschäftigen", sagte Amtsrichter Jörg Siedler.

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