Faraday Future FF 91 Faraday Future
Faraday Future FF 91
Formel Student, Porsche 918 Spyder, Impression, Beschleunigungsduell
Bugatti Veyron Super Sport, Ferrari LaFerrari, Porsche 918 Spyder
Porsche 911 Turbo S (991 II) - Sportwagen - Fahrbericht - Hockenheim 27 Bilder

Faradays Elektro-SUV

Diese Sportwagen schlägt der FF 91

Die nackten Zahlen machen Angst: 1.065 PS, 1.800 Nm, 100 Sachen in 2,39 Sekunden. Stimmt’s, würde der Faraday Future FF 91 die versammelte Sportwagen-Zunft verblasen. Wir haben in unsere Datenbank geschaut.

Angeblich beschleunigt der Faraday Future FF 91 aus dem Stand in 2,39 Sekunden auf 100 km/h. Sagt das Startup, das aktuell auf der CES in Las Vegas die Fachwelt ins Grübeln bringt.

2,39 Sekunden: Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Falls dieser Wert wirklich stimmen sollte, wäre der Elektro-SUV mit der Zeichentrickfigur Roadrunner vergleichbar, die dem Coyoten einfach nicht ins Netz gehen will. Egal, was dieser ausheckt und mit welchen Tricks er arbeitet. Falls dieser Wert wirklich stimmen sollte, würde der allradgetriebene FF 91 Kalibern wie dem Bugatti Chiron, Porsche 918 Spyder (beide mit Allradantrieb), McLaren P1 und Ferrari LaFerrari (beide mit Heckantrieb) eine lange Nase drehen und ihnen im Standardsprint einfach davonlaufen.

Sportwagen würden vom FF 91 abgezogen werden

Erst 2018 soll der FF 91 seine Serienreife erlangt haben und in Produktion gehen. Die Fachwelt und Fans müssen also noch eine ganze Weile auf unabhängige Testdaten warten – falls sie überhaupt jemals erhoben werden dürfen. Bis dahin müssen wir uns mit den vom Startup kommunizierten Beschleunigungswerten auseinandersetzen. Das tun wir.

Die Datenbank von auto motor und sport ist reichlich gefüllt mit Testdaten ausgewiesener Supersportwagen. Nicht alle haben Wort gehalten. Der alte Nissan GT-R zum Beispiel erreichte seine Werksangabe von 2,7 Sekunden in keinem unserer Tests. Und auch die auf 570 PS erstarkte Version des Supersportwagens blieb in gemessenen 3,3 Sekunden (Werksangabe: 2,8 s) eine halbe Sekunde hinter den Erwartungen zurück.

Schauen wir weiter auf aktuelle Produktionsfahrzeuge: Der Porsche 911 Turbo S beschleunigt mit 580 PS in 2,9 Sekunden auf Landstraßentempo. Damit würde eine halbe Sekunde auf die Faraday-Marke fehlen. Selbes gilt für Audis R8. Lamborghini Aventador, Ferrari 488 GTB, Honda NSX, Mercedes-AMG GT S, Porsche 911 GT3: Sie alle würden vom Faraday Future FF 91 abgezogen werden. Wie gerne würden wir die mögliche Elektro-Rakete zu einem Test bei uns begrüßen, und selbst überprüfen, was wahr ist und was nicht. Klar ist: Der Elektro-Crossover hat den Vorteil, dass das üppige Drehmoment seiner Elektromotoren bereits sofort anliegt. Aber klar ist auch, dass die über 5,2 Meter lange Karosserie und die 130-kWh-Batterie ins Gewicht schlagen. Das kommuniziert Faraday bislang nicht.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen, welche Sportwagen langsamer beschleunigen würden als der Faraday Future FF 91, falls dessen Beschleunigungswerte wirklich der Realität entsprechen.

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