Neues FCA-Testzentrum

Millioneninvestment in autonomes Fahren

06/2018, Waymo Chrysler Pacifica Foto: Waymo

Die größte Flotte autonomer Autos besteht aus Chrysler-Vans, eingesetzt von Waymo. Auf Basis dieser Partnerschaft arbeitet auch FCA an der Technologie. In den USA entsteht dafür ein neues Testzentrum.

FCA (Fiat Chrysler Automobiles) ist beim Rennen um die Elektromobilität nicht ganz vorne mit dabei, elektrifizierte Modelle oder reine Elektroautos fehlen, von einigen Ausnahmen abgesehen, in der Modellpalette der Konzernmarken Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Fiat, Jeep, Maserati und RAM. Die Unternehmensführung dürfte aufgrund klammer Kassen hier auf den Schulterschluss mit einem Industriepartner setzen.

Beim autonomen Fahren ist FCA dagegen manch anderen Unternehmen einen großen Schritt voraus. Schon seit einiger Zeit setzt die Google-Schwester Waymo Chrysler Pacifica Hybrid-Vans für den Einsatz in den USA. Waymo hat sogar 62.000 weitere Autos bei FCA bestellt. Der Liefervertrag für die Flotte sieht zudem vor, dass Waymo seine Technik zum autonomen Fahren für FCA zugänglich macht, damit man auf dieser Basis auch eigene Modelle entwickeln kann.

FCA investiert 26 Millionen Euro

In Chelsea, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Michigan, investiert FCA umgerechnet 26 Millionen Euro in ein neues Testzentrum zur Entwicklung und Erprobung autonomer Fahrzeuge. Bereits seit 1954 ist das mittlerweile circa 1.600 Hektar große Testgelände in Chelsea in Betrieb. Neben 160 Kilometern Straße und einem Windkanal finden sich dort auch Geländestrecken mit einer Nachbildung des Rubicon Trails.

Für die Arbeit am autonomen Fahren kommt jetzt eine 600 Quadratmeter große Steuerzentrale für die Bedienung und Überwachung der Autos sowie die Kommunikation der Computersysteme untereinander hinzu. Die Fahrzeuge sollen selbsttätig nicht nur Ausweichen, Bremsen und Einparken, sondern auch eine Hochgeschwindigkeitsstrecke meistern.

06/2018, Waymo Chrysler Pacifica Selbstfahrende Autos 62.000 Vans für Waymo

Mike Manley, der neue Vorstandsvorsitzende von FCA und Nachfolger des verstorbenen Sergio Marchionne, erklärt: „Die neue Anlage auf dem Testgelände Chelsea wird dazu beitragen, den Anfang des Jahres aufgestellten Fünfjahresplan des Unternehmens erfolgreich umzusetzen. Mit unserer Fähigkeit, autonome und fortschrittliche Sicherheitstechnologien zu testen, können wir unseren Kunden die von ihnen gewünschten Funktionen in unserem gesamten Markenportfolio anbieten.”

Das neue Testzentrum dient nicht nur der Erprobung vollständig autonom fahrender Autos der Stufe 5. FCA will hier alle Levels des autonomen Fahrens testen. Auch die Entwicklung von Systemen wie einem Autobahnassistenten, der heute schon in diversen Modellen anderer Hersteller zu haben ist, dürfte mit den neuen Möglichkeiten beschleunigt werden können.

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