Ferrari 460

Der Forfour aus Maranello

Mit dem 460 präsentiert Ferrari in Detroit Anfang 2004 nach über zehn Jahren einen neuen 2+2 Sitzer als Nachfolger für den 456. Die Eckdaten: V12-Motor mit 540 PS, Spitze 310. Erste Zeichnungen. Erste Infos.

Nach über zehn Jahren präsentiert Ferrari in Detroit Anfang 2004 als Nachfolger für den 456 einen neuen 2+2-Sitzer. Erste Zeichnungen. Erste Infos.

Die Zeit war reif: Nachdem die englische VW-Tochter Bentley in Kürze mit dem viersitzigen Coupé Continental GT mit Zwölfzylinder-Biturbomotor mit 415 kW (560 PS) sowie einer Topspeed von „über 300 km/h“ an den Start geht, konnte Ferrari nicht länger warten. Auch wenn aktuell nur Zeichnungen des von Pininfarina gestylten neuen Ferrari verteilt werden, ist die Zielrichtung klar: Das schnellste viersitzige Coupé muss künftig wieder aus Italien, aus Maranello kommen. Dafür bediente sich Pininfarina formal bei Vorlagen aus den Sechzigern, wie zum Beispiel dem 250 GTO.

540 PS sind für 310 Sachen gut

Bisher sind nur wenige Details zu dem neuen Pferd im Stall durchgesickert: Um ein außerordentliches Leistungsgewicht zu erreichen, wird die komplette Karosserie des vermutlich 460 getauften Sportlers aus Aluminium gefertigt und verbindet „brilliante Ferrari Fahrleistungen mit im GT-Segment bisher einmaligem Platzangebot und herausragendem Komfort“ (Ferrari). Für ausreichend Power sorgt zudem der überarbeitete und traditionell vorne längs eingebaute V12 aus dem Mittelmotorrenner „Ferrari Enzo Ferrari“. Die Eckdaten: Leistung 399 kW (540 PS) und mit rund 550 Newtonmeter Drehmoment ausgestattet, was den Wagen auf 310 – 320 km/h katapultieren dürfte. Zum Vergleich: Der „Ferrari Enzo Ferrari“ hat 660 PS. Die 675 Newtonmeter, die das Sechsliter-Aggregat mobilisiert, katapultieren den Enzo in 3,65 Sekunden auf 100 km/h; Spitze: über 350 km/h.

Sechsgang-Schaltgetriebe mit Schaltwippen

Im Innenraum kommen klassische Rundinstrumente zum Einsatz. Außerdem: Reichlich Leder – auch auf dem breiten, bis nach hinten durchgehenden Mitteltunnel, der die hinteren Passagiere trennt. Die vorderen Sportsitze bekommen eine verstellbare Oberschenkelauflage sowie sitzintegrierte Gurte. Über die bei Ferrari mittlerweile üblichen Schaltwippen wird ein elektronische gesteuertes Sechsganggetriebe angesteuert, das auch einen mehr auf Komfort ausgelegten Automatikmodus enthält. Über eine Heckklappe wird das – auf Wunsch maßgeschneiderte – Gepäckset in dem „ausreichend großen“ Kofferaum verstaut.

Preis: Nicht unter 200.000 Euro

Zahlreiche elektronische Helferlein werden ebenfalls eingesetzt, um die Kraft auch ohne Vierradantrieb auf die Straße zu bringen und die zahlreichen an Bord befindlichen Sicherheitssysteme zu koordinieren. Mit solchen Zutaten, und da ist sich Ferrari schon heute sicher, wird der 460 wieder zum „schnellsten 2+2 Sitzer der Welt“. Der wird dann aber auch seinen Preis haben: Rund 200.000 Euro soll der 460 denjenigen kosten, der den Schnellsten besitzen will.

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