Fiat-Arbeitskampf

Umstrittener Tarifvertrag knapp angenommen

Fiat Logo Foto: Fiat

Die mehr als 5.000 Beschäftigten im Stammwerk des Autobauers Fiat in Turin-Mirafiori haben einen umstrittenen neuen Tarifvertrag knapp angenommen. 54 Prozent stimmten für die Pläne von Fiat-Chef Sergio Marchionne, der für das Werk flexiblere Verträge, längere Arbeitsschichten und kürzere Pausen verlangt.

Das wurde am Samstag (15.1.) im Werk des italienischen Autokonzerns bekanntgegeben. Die Regierung in Rom begrüßte die Zustimmung zu dem neuen Tarifvertrag.

Jetzt wird kräftig investiert

Nach dem vorbereiteten Abkommen für Mirafiori, das vor allem von der linken Gewerkschaft Cgil-Fiom kategorisch abgelehnt wurde, soll eine Milliarde Euro in das Werk investiert werden - auch, um dort zusammen mit dem US-Partner Chrysler einen neuen Jeep zu bauen.
 
Der Turiner Konzern hält 25 Prozent an Chrysler und lotet eine Mehrheitsübernahme aus. Die Cgil-Fiom hatte das Tarifsystem für das Stammwerk als "skandalös" abgelehnt. Marchionne wiederum drohte damit, diese Investition im Ausland zu tätigen, sollte die Belegschaft ablehnen.
 
Kritiker nennen Marchionnes einschneidende Forderungen für das Stammwerk "moderne Sklaverei", Befürworter sprechen von einer neuen Ära des Autobaus in Italien. In Mirafiori wurden im vergangenen Jahr etwa 120.000 Fahrzeuge gebaut. Die Produktion soll nach Marchionnes Plänen mehr als verdoppelt werden. Regierungschef Silvio Berlusconi hatte auf einen positiven Ausgang gehofft, um den Standort Italien des mächtigsten Industriekonzerns im Land zu sichern. Dabei geht es um mögliche Gesamtinvestitionen des Turiner Autobauers von etwa 20 Milliarden Euro in Italien, wie Marchionne angekündigt hatte.

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