Fiat D

Endlich im Plus

Foto: ams

Der Autokonzern Fiat hat in Deutschland nach fünf Jahren die Verlustzone verlassen und will 2007 seinen Absatz um knapp ein Fünftel ausbauen.

"Es ist einiges geschafft, aber es gibt noch viel zu tun", sagte der Vorstandschef der Fiat Automobil AG, Werner Frey, am Dienstagabend (19.12.) in Frankfurt. Nach krisenhaften Zeiten sei 2006 das "Aufräumjahr" gewesen. Fiat habe erstmals seit
fünf Jahren ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht, obwohl der Absatz hinter den Erwartungen blieb.

Statt der prognostizierten 120.000 Wagen verkaufte Fiat mit seinen drei Marken Fiat, Alfa Romeo und Lancia im laufenden Jahr nur 112.000 Fahrzeuge. "Wir haben den Wettbewerb auf dem Markt unterschätzt", sagte Frey. Der Anteil auf dem hart umkämpften deutschen Automarkt stieg dennoch von 2,3 auf 2,8 Prozent, vor allem dank des erfolgreichen Grande Punto. Während die Marke Fiat 30 Prozent mehr Autos verkaufte als ein Jahr zuvor und Alfa Romeo 38 Prozent mehr, stagnierte die kleine Schwester Lancia. "Der Konzern hat sich aber für Lancia ausgesprochen und investiert in die Marke", sagte Frey.

Fiat will seinen Marktanteil in Deutschland 2007 auf mehr als drei Prozent steigern. Dank neuer Modelle werde der Absatz auf über 130.000 Neuzulassungen klettern. Dazu sollen vor allem die Volumenmodelle Fiat Bravo und Fiat Scudo sowie der Sportwagen Alfa Spider beitragen. Zum Jahresende rollt der Kleinwagen Cinquecento auf den Markt. Bei den Transportern kommt das Unternehmen auf einen Marktanteil von 7,0 Prozent.

Trotz des verhaltenen Absatzwachstums steigerte Fiat im laufenden Jahr seinen Umsatz von 1,35 auf knapp 1,8 Milliarden Euro. "Wir haben sehr viele Wagen mit hochwertiger Ausstattung verkauft", sagte Frey zur Begründung. Zudem sei das unprofitable Mietwagengeschäft reduziert worden. Auch bei den Händlern laufe es besser. Vor einem Jahr sei noch jeder zweite Händler in den roten Zahlen gewesen - in diesem Jahr sei es nur noch jeder vierte. Für besseren Service und mehr Absatz sucht Fiat neue Händler.

Ende 2007 wird Fiat seine neue Zentrale in Frankfurt beziehen und die beiden bisherigen Standorte Heilbronn und Frankfurt dort zusammenlegen. Bundesweit hat Fiat 250 Mitarbeiter. Der Neubau soll nach früheren Angaben rund 30 Millionen Euro kosten.

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