Fiat

Nochmal 8.000 Jobs weg?

Der verlustreiche Fiat-Konzern will Medienberichten zufolge bis zu 8.000 Stellen mehr als geplant abbauen.

Der Fiat-Konzern will angesichts seiner hohen Schulden und Verluste Medienberichten zufolge bis zu 8.000 Stellen mehr als geplant abbauen. Da der bisherige Abbau von 2800 Arbeitsplätzen nicht ausreichend gewesen sei, müssten für weitere drastische Produktionsdrosselungen zahlreiche Mitarbeiter entlassen werden, berichtete das italienische Fernsehen am Freitag (4.10.). Es könnten zwischen 4.000 und 8.000 Arbeitsplätze wegfallen. Fiat kommentierte den Bericht zunächst nicht. Für die kommende Woche ist allerdings ein Treffen mit den Gewerkschaften angekündigt.

Standortschließungen sollen helfen

Die weitere Produktionsdrosselung ist angesichts des weiterhin andauernden Absatzrückgangs notwendig. Auch über die komplette Schließung mehrerer Produktionsstätten wird derzeit spekuliert. Im Gespräch seien besonders die Fabrik Arese und Teile des Hauptwerks Mirafiori. Des Weiteren seinen Standorte in Marokko, Südafrika, Ägypten, Thailand und Pakistan im Gespräch, berichtet die Zeitung „Il Mondo“.

Dramatischer Absatzrückgang

Das Unternehmen musste auch im September weitere Verkaufsrückgänge hinnehmen. Während der italienische Automarkt insgesamt erstmals seit acht Monaten einen Zuwachs verbuchte, gingen die Neuwagenverkäufe bei Fiat von 51.317 im September 2001 auf 47.460 zurück. Auch die Marken Lancia und Alfa Romeo erlitten Einbrüche beim Verkauf. Der Marktanteil aller drei Marken sank im gleichen Zeitraum von über 32 Prozent auf 28,7 Prozent.

Dramatisch sind für die Turiner Gruppe auch die Zahlen für die ersten neun Monate 2002: Allein die Marke Fiat verkaufte über 19 Prozent weniger Autos als im Vorjahreszeitraum. Bei Alfa Romeo ging der Absatz um 12,9 Prozent zurück, bei Lancia gar um 25 Prozent.

Italienische Regierung soll helfen

Der drastische Sanierungsplan für das Unternehmen, der neben der Produktionsdrosselung unter anderem auch Beteiligungsverkäufe und finanzielle Hilfen italienischer Banken vorsieht, zeigt bisher kaum Wirkung. „Fiat Auto sendet ein SOS an die Regierung“, titelte die Zeitung „La Repubblica“ am Freitag mit Blick auf ein Treffen zwischen Fiat-Präsident Paolo Fresco und Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Experten vermuten, dass Fiat auf die Hilfe der Regierung angewiesen ist, um die Probleme zu bekämpfen.

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