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Ford-Bilanz

Ford meistert die Absatzkrise 2009

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford hat das Krisenjahr 2009 mit Bravour überstanden. Im Schlussquartal verdiente der Konzern trotz der widrigen Bedingungen 868 Millionen Dollar. Vor einem Jahr war noch ein gigantischer Verlust von fast sechs Milliarden Dollar angefallen.

Ford hatte seine Kosten zwischenzeitlich massiv gesenkt und konnte der Konkurrenz Marktanteile abjagen. "2009 war ein Schlüsseljahr für Ford", sagte Konzernchef Alan Mulally am Donnerstag (28.1.) am Firmensitz in Dearborn (US-Bundesstaat Michigan).

Ford meistert die Krise deutlich besser als Chrysler und GM

Der Umsatz stieg entgegen dem Branchentrend um mehr als sechs Prozent auf 35,4 Milliarden Dollar. Im laufenden Jahr will Ford vor Steuern und Sonderausgaben auf jeden Fall profitabel bleiben. Die Anleger waren begeistert: Vorbörslich stieg die Aktie um fast vier Prozent.
 
Ford ist damit wesentlich besser durch die Wirtschaftskrise gekommen als die heimischen Rivalen General Motors und Chrysler. Die chronisch defizitären Konkurrenten mussten im vergangenen Jahr beide Insolvenz anmelden, aus der sie nur mit massiver staatlicher Finanzhilfe wieder herausfanden. Ford dagegen konnte im Vorquartal schon wieder einen Milliardengewinn verbuchen. Das gelang unter anderem durch eine Palette an kompakteren Wagen.
 
Die US-Autobauer insgesamt hatten zu lange auf spritfresse Pick-ups und Geländewagen gesetzt. Überdies setzten horrende Kosten für Gesundheit und Rente der Mitarbeiter den Konzernen zu. Als in der Wirtschaftskrise auch noch die Absatzzahlen einbrachen, war das für General Motors und Chrysler zu viel. Die beiden Hersteller büßten im vergangenen Jahr 30 beziehungsweise 36 Prozent ihrer Verkäufe ein, bei Ford waren es nur 15 Prozent.

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