Ford-Chef rechnet mit sinkendem Marktanteil

Foto: Ford

Mit Blick auf das Jahr 2010 rechnet der Chef von Ford USA, Mark Fields, mit sinkenden Marktanteilen und einer deutlich steigenden Modellvielfalt. Fields wird in US-Medien mit den Worten zitiert, dass "Masse nicht mehr der Maßstab des Erfolgs" für den wirtschaftlich angeschlagenen Autobauer sein werde. 

Der Schrumpfprozess bei den Ford-Marktanteilen ist durchaus von der Chefetage gewüscht. Vor allem beim wenig lukrativen Flottengeschäft möchte sich Ford schrittweise zurück ziehen. Derzeit resultieren gut fünf Prozent des Marktanteils von Ford in den USA aus dem Flottengeschäft. Dieser Anteil soll auf drei Prozent zurück geschraubt werden. Zudem kündigte Fields an, nur noch neue Modelle mit einem glasklaren Image an den Verkaufsstart bringen zu wollen. Zur Erreichung des Zieles werde man sich auch aus unwirtschaftlich erscheinenden Segmenten zurückziehen. Als Beispiel wurde hierzu die Van-Sparte genannt, die in den USA dramatisch Marktanteile gegenüber den sogenannten Crossover-Modellen verliert.

In Summe werde dies zu einem weniger großen, aber wirtschaftlich gesünderen Struktur führen. Fields rechnet damit, dass sich der Ford-Marktanteil in den nächsten Jahren bei 15 bis 16 Prozent einpendeln wird. Zur Erinnerung: Noch Ende der 90er Jahre lag der Anteil gut zehn Prozent höher.

Der Ford Top-Manager räumte ein, dass dem US-Autobauer harte Sanierungsjahre bevor stehen. Ein großes Problem für den dringend benötigten Turnaround stelle die Verschärfung des Wettbewerbs dar. So sei die Zahl der in den USA kaufbaren Automodelle in den Jahren 2000 auf 2002 von 215 auf 255 gestiegen und werde bis 2010 auf 300 klettern.

Fields zeigte sich vor Journalisten überzeugt, dass die angestrebte globale Ausrichtung bei Entwicklung und Produktion sowie die neue Managenmentstruktur helfen wird, die Probleme in den USA schneller zu beheben. Erstmals genannt wurden dabei auch Zahlen. So will Ford trotz steigender Stahl- und Energiepreise bis zum Jahr 2010 vier Milliarden Dollar beim Materialeinkauf sparen. 

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