Ford-Chef schließt Insolvenzantrag aus

Foto: Ford

Ford-Chef William Clay Ford Jr. ist entschlossen, den zweitgrößten amerikanischen Autokonzern ohne einen Insolvenzantrag durch die Krise der US-Autoindustrie zu steuern.

Ford sagte, ein Insolvenzantrag sei keine Option, berichtete die "New York Times" am Donnerstag (6.4.) in ihrer Onlineausgabe. Er vertraue darauf, dass das Unternehmen die Finanzprobleme lösen könne. Das Unternehmen sei weiterhin profitabel und habe viel Bargeld verfügbar. Ford verwies auf liquide Mittel von 25 Milliarden Dollar Ende 2005 und auf die profitable Finanzsparte Ford Credit.

Es hatte Spekulationen gegeben, dass Konkurrent General Motors angesichts seiner nordamerikanischen Probleme und des Insolvenzverfahren seiner einstigen Teilesparte Delphi selbst ein Insolvenzverfahren einleiten könnte. Dies hatte GM immer wieder entschieden dementiert.

Ford und GM haben jeweils umfangreiche Sanierungspläne für ihre nordamerikanischen Autosparten angekündigt. Sie wollen zahlreiche Werke schließen und jeweils bis zu 30.000 Stellen streichen. GM verkaufte Anfang der Woche 51 Prozent an seiner lukrativen Finanzsparte GMAC an eine Investmentfirma. Der Verkauf soll innerhalb von drei Jahren insgesamt 14 Milliarden Dollar in die GM-Kassen spülen.

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