Ford D

Jobgarantie bis 2011

Foto: Ford

Die 24.400 Arbeitsplätze beim deutschen Autobauer Ford an den Standorten Köln und Saarlouis sind bis 2011 gesichert. Das haben am Montag (6.3.) Geschäftsführung und Betriebsrat in Köln mitgeteilt.

Damit sind die monatelangen Spekulationen über mögliche Standortverlagerungen nach Osteuropa vom Tisch. Zugleich verzichten die Beschäftigten auf einen Teil der künftigen tariflichen Erhöhungen bis zu einem Gesamtvolumen von 6,5 Prozentpunkten. Dadurch werden mittelfristig übertarifliche Leistungen bis 2011 abgeschmolzen.

"Wir werden in die deutschen Standorte jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag in Fertigung und Entwicklung investieren", sagte der deutsche Ford-Chef Bernhard Mattes ohne konkrete Zahlen zu nennen. Am Standort Köln mit 18.000 Beschäftigten werde die nächste Generation der Modelle Fiesta und Fusion produziert, in Saarlouis mit 6.400 Mitarbeitern die neue Modellreihe des Ford Focus. "Beide Standorte sind damit Kernwerke unserer Produktion", sagte Mattes. Die Vereinbarung hat nach den Worten des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH "Modellcharakter".

"Aus Sicht des Gesamtbetriebsrats besteht der größte Erfolg dieser Vereinbarung im Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis 2011 und in der Sicherung der Standorte in Köln und Saarlouis durch die Zusagen neuer Produkte", sagte Ford-Betriebsratsvorsitzender Dieter Hinkelmann. Aus Gewerkschaftssicht sei auch die Einführung so genannter Langzeitkonten auf der Basis des in Nordrhein-Westfalen unterzeichneten Tarifvertrags "ein großer Erfolg".

Damit gestattete die IG-Metall, die 35-Stunden-Woche im Gesamtarbeitszeitraum zu erreichen. "In Zeiten, in denen die Erhöhung des zukünftigen Renteneintrittsalters sehr wahrscheinlich ist, geben wir den Mitarbeitern ein persönliches Instrumentarium zu einem möglichen früheren Ausscheiden an die Hand", sagte Hinkelmann. Dadurch könnten die Beschäftigten Arbeitszeit bis zu einem eventuellen früheren Ausscheiden ansammeln. Zudem biete die Regelung Stabilität innerhalb der Belegschaft und Flexibilität für den Einzelnen.

Für die rund 2.300 außertariflichen Angestellten wird laut Vereinbarung zudem die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden bei vollem Lohnausgleich erhöht. "Das Ziel ist es, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Dadurch können bislang ausgelagerte Arbeiten wieder intern erledigt werden", sagte Mattes. Laut Übereinkunft übernimmt Ford jährlich auch rund 150 Auszubildende, die künftig jedoch zu den Bedingungen des Flächentrafvertrags eingestellt werden. In der Vergangenheit hatte Ford übertariflich entlohnt.

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