Ford Deutschland wird GmbH

Foto: Ford

Der Kölner Autobauer Ford wird noch in diesem Jahr seine Rechtsform von einer Aktiengesellschaft in eine GmbH wandeln.

"Dies soll die Flexibilität im Konzernverbund erhöhen. Für die Beschäftigten, die Händler und die Kunden bleibt alles beim Alten", sagte der Vorstandschef der deutschen Ford Werke AG, Bernhard Mattes, am Montag (27.9.) in Köln. Für die Standorte in Köln, Saarlouis und Genk mit rund 32.000 Beschäftigten wird sich nach den Worten von Ford Europe-Chef Lewis Booth nichts ändern. "Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der Ford-Werke", sagte Booth. Deutschland bleibe auch künftig ein Kernmarkt in Europa. "Wir erwarten Verbesserungen bei den Verkaufszahlen für das laufende Jahr." Zudem laufe die Präsentation des neuen Ford Focus gut an.

Die Ford Werke AG in Köln ist eine 100-prozentige Tochter der amerikanischen Ford Motor Company. Die jetzt angekündigte Veränderung bei der Gesellschaftsform der Ford-Werke sei eine "logische Konsequenz" nach dem Squeeze-Out Verfahren und dem Wegfall der Börsennotierung im Jahr 2002. Die bisherigen Vorstandsmitglieder werden nach den Worten Mattes Geschäftsführer, die Abläufe durch die Rechtsformänderung "flexibilisiert und vereinfacht". "Ich werde als Vorsitzender der Geschäftsführung die Position beibehalten", sagte Mattes. Zudem seien "leichte Einsparungen" in der Verwaltung in nicht genannter Höhe möglich. "Es steht aber keine Welle der Restrukturierung an. Auch die Betriebsvereinbarungen bleiben bestehen", sagte Mattes.

Die Ford Werke hatte im Frühjahr 2004 angekündigt, bis Ende 2005 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Im Gegenzug werden bis Ende Februar 2005 die Löhne und Gehälter nicht erhöht und zumindest in 2004 das Weihnachtsgeld auf bis zu 55 Prozent eines Monatsgehalts gekürzt. In den vergangenen drei Jahren hatte Ford in die Umrüstung der Werke in Köln, Saarlouis und Genk insgesamt 1,1 Milliarden Euro investiert. In 2003 erzielten die Ford Werke einen Umsatz von 14 Milliarden Euro.

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