Ford

Drastische Maßnahmen bei Jaguar

Foto: Jaguar

Der US-Autokonzern Ford schließt das Stammwerk der Luxusmarke Jaguar in Coventry. Außerdem: Rückzug aus der Formel 1 und Erneuerung des Jaguar-Modellprogramms.

In dem aus dem Jahr 1928 stammenden Jaguar-Werk Browns Lane in Coventry montieren über 2.000 Mitarbeiter den Sportwagen XK und den XJ. Im September 2005 soll damit Schluss sein. Ford will bei Jaguar wegen hoher Verluste massiv Kosten senken.

Mark Fields, Chef der Premier Automotive Group von Ford: "Mit nur 125.000 Einheiten jährlich kann sich Jaguar keine drei Werke leisten." Im Stammsitz sollen nur noch die Verwaltung, die Holzmanufaktur und das Museum verbleiben, der Rest wird verkauft. Ebenso erhalten bleibt das Entwicklungs- und Designzentrum in Whitley. XK-Nachfolger und XJ werden künftig nur noch in Birmingham (Werk Castle Bromwich) gebaut.

425 Jobs werden deshalb nach Castle Bromwich verlagert, 400 Mitarbeiter sollen großzügig abgefunden werden. Außerdem stehen 750 Stellen in der Jaguar-Verwaltung zur Disposition, weil im Back-Office-Bereich Synergien mit Land Rover genutzt werden sollen.

Im Zuge des Konsolidierungsprogramms wird die Jaguar-Produktion fürs Jahr 2004 um 15.000 Einheiten heruntergefahren, um das Angebot der schwachen Nachfrage anzupassen. Außerdem wird sich Ford mit dem Jaguar-Rennstall und Cosworth mit Ende der Saison 2004 komplett aus der Formel 1 zurückziehen.

Jaguar leidet vor allem in den USA unter massiven Problemen. Der gegenüber dem britischen Pfund schwache Dollar lässt die Erträge schmelzen, außerdem treffen die neuesten Jaguar-Modelle X-Type und XJ nicht richtig den Kundengeschmack.

Auch in Europa bleiben die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Vor allem das betuliche Design der jüngsten Limousinen-Kreationen weckt keine Begeisterung bei der Kundschaft. Außerdem wird der X-Type als Ford Mondeo-Bastard verschmäht.

Modelloffensive: neuer XK, XJ LWB und stärkere Diesel

Im Mittelpunkt der Modelloffensive steht die auf Frühjahr 2006 terminierte Neuauflage des XK. Der Sportwagen soll erstmals mit einer völlig neuen Designsprache aufwarten und wird ganz aus Aluminium gefertigt.

Weitere Ausbaustufen sind die Einführung des X-Type Estate auf dem US-Markt, obwohl die Amerikaner eigentlich keine Kombi-Käufer sind, sowie der Einsatz des XJ LWB mit langem Radstand, der ebenfalls auf den US-Markt gemünzt ist.

In Europa wird das Diesel-Angebot erweitert. Der X-Type erhält 2005 den 155 PS starken 2,2-Liter-Turbodiesel mit 400 Nm Drehmoment aus dem Ford Mondeo, der XJ den bereits aus dem S-Type bekannten 2,7-Liter-V6 von PSA und Ford mit über 200 PS.

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