Ford Focus RS

Kompakt-Renner

Foto: Ford 27 Bilder

Schon die erste Version des Ford Focus RS sorgte für Aufsehen, nun ist es wieder soweit. Das neue Spitzenmodell des Ford Focus vereint über 300 PS und starke optische Präsenz.

Vier Jahre zeigte sich Ford abstinent - zumindest was das RS-Logo auf einem Focus angeht. Jetzt darf der Kölner wieder das Leistungszeichen tragen. Die Neuauflage legt sich dabei auch ordentlich ins Zeug. Basierend auf dem Focus ST, entlocken die Ford-Techniker dem 2,5-Liter-Fünfzylinder-Turbomotor satte 305 PS. Die Mehrleistung des Fünfzylinders erreicht das Team um Entwicklungschef Jost Capito durch einen überarbeiteten Zylinderkopf, schärfere Nockenwellen, ein angepasstes Motormanagement, einen erhöhten Ladedruck sowie modifizierte Ansaug- und Abgaswege.

Differenzialsperre zur Traktionssicherung

Das maximale Drehmoment von 440 Nm fällt dabei ausschließlich über die Vorderräder her. Damit diese nicht völlig haltlos agieren, versucht ein Sperrdifferenzial die Antriebskräfte optimal zu verteilen und eine sogenannte Revo-Vorderradaufhängung die Räder stets auf der Straße zu halten. Zudem trägt der RS verstärkte Radaufhängungen und eine um 40 Millimeter gewachsene Spur. Ein Allradantrieb wurde zwar ebenfalls erprobt, aber aus Gewichtsgründen verworfen.

Zwingend erforderlich war dagegen das Bremsen-Update: vorn verzögern nun 336er Scheiben, hinten kommen 300er Scheiben zum Einsatz. Diese wiederum erforderten den Einsatz von 19 Zoll-Felgen mit 235/35er Bereifung. Das abschaltbare ESP des RS wurde zudem sehr zurückhaltend ausgelegt.

Die Höchstgeschwindigkeit des RS gibt Ford mit 263 km/h an. Fahrleistungen von 5,9 Sekunden von Null auf 100 km/h sollen drin sein, wenn der in Saarlouis gefertigte RS ab Anfang 2009 zu den Händlern rollt.

Optik wie die Rallye-Boliden

Offensichtlich sind dagegen die optischen RS-Eigenschaften: verbreiterte Radhäuser, tiefgezogene Schürzen, RS-Logos an den Entlüftungskiemen hinter den vorderen Kotflügeln, Lüftungsschlitze auf der Motorhaube, verchromte Xenon-Scheinwerfer in mattschwarzen Gehäusen, ein zweiteiliger Heckspoiler sowie zwei verchromte Auspuffendrohre und ein Diffusor mit Venturi-Tunnel am Heck.

Den Innenraum des RS werten zahlreiche RS-Logos, ein schwarzer Dachhimmel, Glanzlackapplikationen, ein Sportlenkrad, Alupedale, ein Sportschalthebel, Sportsitze sowie verschiedene Zusatzinstrumente und sportlich ausgeformte Rücksitze auf. Wie hoch der Preis für das sportliche Gesamtkunstwerk ausfallen wird, bleibt allerdings noch ein Geheimnis.

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