Ford

Investitionen in Mexiko

Foto: Ford

Der US-Autoriese Ford setzt nach Milliardenverlusten in Nordamerika verstärkt auf die Produktion in Mexiko. Der zweitgrößte US-Autohersteller kündigte Investitionen in seine drei mexikanischen Betriebe an.

Zugleich hieß es, eine Entscheidung über den Standort eines geplanten neuen Niedrigkosten-Werks sei noch nicht gefallen. Zuvor hatten US-Medien berichtet, es solle ebenfalls in Mexiko gebaut werden. Ford nannte keine Details zum Ausbau in Mexiko. Sie sollen in den kommenden Jahren schrittweise bekanntgegeben werden, hieß es am Freitag. Ford hat in Mexiko Autofabriken in Cuautitlan und Hermosillo und ein Motorenwerk in Chihuahua. Der Konzern will in Nordamerika bis 2012 insgesamt 14 Werke schließen und rund 30.000 Stellen streichen.

Die US-Autobauer müssen Kapazität und Kosten drastisch trimmen. Rivale General Motors (GM) will bis zum Jahr 2008 ebenfalls 30.000 Arbeitsplätze abbauen und zwölf Standorte schließen. GM hat vier Betriebe in Mexiko.

Bis zu 11.000 Beschäftigte weniger

Der Stellenabbau bei Ford kommt schneller als geplant voran. Dieses Jahr könnten bis zu 11.000 Beschäftigte durch Frühpensionierung oder Abfindungen ausscheiden, sagte eine Ford-Sprecherin der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Zuvor war laut Medienberichten erwartet worden, dass jedes Jahr 6.000 Mitarbeiter auf dieser Basis das Unternehmen verlassen.

Ford baut in Cuautitlan Pickups der F-Modellserie und den Kleinwagen Ikon. Die Mittelklasse-Modelle Ford Fusion, Mercury Milan und Lincoln Zephyr werden in Hermosillo produziert. In dem Werk in Chihuahua werden Motoren für mehrere weltweit vertriebene Automodelle gebaut.

Hohe Qualität und niedrige Kosten

Zu dem geplanten neuen Werk sagte der für das nord- und südamerikanische Geschäft zuständige Ford-Präsident, Mark Fields, es könnte in den USA, Kanada oder Mexiko gebaut werden. Der Schlüssel seien hohe Qualität und niedrige Kosten. Ford will die Materialkosten bis 2010 um sechs Milliarden Dollar senken. US-Medien hatten in den vergangenen Tagen unter Berufung auf Konzernunterlagen berichtet, Ford wolle in den kommenden sechs Jahren 9,2 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) in Mexiko investieren und die nordamerikanische Produktion stark nach dort verlagern.

Fields sagte dem "Wall Street Journal", die in den Zeitungen genannten Zahlen seien "unrichtig". Zugleich kündigte er an, Ford werde nach den Quellen für interne Informationen aus dem Konzern suchen.

Der große US-Autozulieferer Delphi, der seit Oktober in einem Insolvenzverfahren steckt, macht unterdessen Fortschritte bei seinem Stellenabbau. Nach der Einigung mit 33.000 Mitarbeitern der Gewerkschaft UAW über ein frühzeitiges Ausscheiden gibt es auch eine Vereinbarung mit einer weiteren Gewerkschaft über 8.000 Beschäftigte. GM hatte bei seiner ehemaligen Zulieferer-Tochter Garantien für Pensions- und Gesundheitskosten übernommen. Dies dürfte GM mit 5,5 bis zwölf Milliarden Dollar kosten.

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