Ford Köln

Keine Kündigungen bis 2005

Foto: Ford

Update ++ Trotz eines Milliardenverlusts in 2003 wird es beim Kölner Autobauer Ford bis Ende 2005 für die bundesweit 28.000 Beschäftigten keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Möglich sei dies nach Verhandlungen mit dem Betriebsrat über Einsparungen bei den Personalkosten in dreistelliger Millionenhöhe, sagte Bernhard Mattes, Vorstandschef der Ford Werke AG am Montag (15.3.) in Köln. Dazu werden demnach bis Ende Februar 2005 die Löhne und Gehälter nicht erhöht und zumindest in 2004 das Weihnachtsgeld auf bis zu 55 Prozent eines Monatsgehalts gekürzt.

Die Jubiläumsgelder nach 25 und 40 Jahren Betriebszugehörigkeit würden zudem nicht mehr netto sondern brutto bezahlt, Steuern und Sozialabgaben müssten dabei die Arbeitnehmer zahlen. Lohn- und Gehaltserhöhungen in Höhe von zwei Prozent sowie die tariflich vorgesehenen Einmalzahlungen sollen erst in 2005 wieder fließen. "Dies ist ein wesentlicher Baustein, den die Mitarbeiter für eine nachhaltige Verbesserung der Kostenbasis leisten", sagte Mattes.

Sicherung von Arbeitsplätzen hat Priorität

Der Ford-Betriebsratsvorsitzende Dieter Hinkelmann sagte, "dieser Einschnitt tut weh in der Belegschaft", jedoch habe die Sicherung von Arbeitsplätzen Priorität gehabt. Der Kölner Autobauer hatte seine Kosten im Personalbereich bereits in 2003 durch ein freiwilliges Pensionierungsprogramm gedrosselt, an dem 1.250 Beschäftigte teilgenommen hatten.

Im Jahr 2003 hatte Ford mit einem Minus von 1,1 Milliarden Euro das schlechteste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte eingefahren. Der Umsatz war im vergangenen Jahr um knapp zwei Milliarden Euro auf 14 Milliarden Euro geschrumpft.

Neben den vereinbarten Einsparungen im Personalbereich will Ford durch eine Verringerung der Materialkosten und der Umsetzung einer Gleichteile- und Modulstrategie die Gesamtkosten drosseln, sagte Mattes.


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